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Negative SEO - was tun?

19. Januar 2013 - IT

Der Wettbewerb um die guten Plätze im Google-Ranking ist hart.

Wer seine Produkte online verkaufen will, ist darauf angewiesen von potenziellen Kunden gefunden zu werden. Suchmaschinenoptimierung ist daher ein elementarer Bestandteil eines professionellen Marketingmix. Zahlreiche Agenturen leben davon, Ihren Kunden zu einem besseren Ranking in den Suchmaschinen zu verhelfen. 

Was im Positiven wirken kann, kann z.T. leider auch für unseriöse oder gar kriminelle Manipulationen eingesetzt werden. Die sogenannte "Negative SEO" zielt darauf ab, das Ranking betroffener Webseiten massiv zu schädigen und von den vorderen Plätzen der Suchergebnisse zu verdrängen. Urheber solcher Maßnahmen sind entweder kriminell handelnde Konkurrenten oder oftmals Erpresser.

Gängiges Vorgehen ist, das Linkbuildung des Opfers nach Spamming aussehen zu lassen. D.h. dass größere Mengen minderwertiger und i.d.R. ähnlicher oder gleicher Links auf die Opferseite gesetzt werden. U.u. werden noch kompromittierende Tags gesetzt.

Suchmaschinen (v.a. Google) registrieren die Zunahmen dieser Links, stufen diese als Link-Spam ein und strafen die betroffene Seite ab. Der Schaden für reine Onlinehändler kann enorm sein.

Es gibt Gegenmaßnahmen, allerdings sind die Möglichkeiten begrenzt.

Schritte zur Abwehr von negativer SEO:

  1. Starke positive SEO
  2. Monitoring
  3. Gegensteuern
  4. Rechtliches

Starke positive SEO: je stärker die positive SEO ist, desto schwieriger wird es dem Ranking zu schaden. Wohlgemerkt schwieriger und beileibe nicht unmöglich! 

Monitoring: Es ist essenziell überhaupt zu registrieren, dass das Ranking manipuliert wird. Wenn ein Onlinehändler erst nach ein paar Wochen merkt, dass die Umsätze einbrechen, kann es zu spät sein. Sollte ein Erpressungsversuch vorliegen ist in der Folgezeit besondere Achtung geboten. Es wird viel mit der Angst möglicher Opfer gespielt, so dass nicht jeder Erpressungsversuch auch zur einer realen Aktion führt.

Gegensteuern: Die eigene positive SEO im akuten Fall zu verstärken wird nicht viel bringen, da es immer einfacher sein wird, minderwertige und schlechte Links zu setzten als gute. Immerhin bietet Google die Option an "Links für ungültig erklären" (Google Webmastertools-Account nötig). Allerdings ist dies nicht ganz unaufwendig und gegen einen automatisierten Linkspamer wird es sehr schwer anzukämpfen. Viel mehr bleibt zum aktuellen Stand nicht.

Rechtliches: Die Chancen rechtlich gegen negatives SEO vorzugehen sind realistisch betrachtet bei Null. Überhaupt nachzuweisen wer hinter einer Aktion steckt wird schwierig, die Effekte auf die betroffene Seite gerichtswirksam nachzuweisen praktisch unmöglich, schließlich weiß niemand wie Google genau bewertet. Dennoch halte ich es für wichtig - spätestens wenn erpresserische Absichten dahinter stehen - Anzeige zu erstatten und damit die Problematik aus der Unbekanntheit herauszuholen. Nur dann besteht Hoffnung, dass der Gesetzgeber, die Ermittlungsbehörden sowie die Suchmaschinenanbieter für diese Problematik sensibilisiert werden und versuchen ihrerseits brauchbare Möglichkeiten zu schaffen Betroffenen zu ihrem Recht zu verhelfen.

Quellen:

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