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Nachproduktion in China

21. Januar 2013 - Wirtschaft

Dass Urheberrecht in China nicht den Stellenwert wie in westlichen Ländern hat ist bekannt. Ein Artikel der Süddeutschen Zeitung berichtet anschaulich über ein mögliches Szenario.

So scheint es kein seltener Fall zu sein, dass chinesische Produzenten nach Vollendung eines Auftrages - z.B. Herstellung von 10.000 Kühlschränken - eines westlichen Herstellers einfach weitere 1000 "nachproduzieren" und auf eigene Kosten verkaufen.

Die schwarz hergestellten Produkte finden über Handelsplattformen (z.B. Taobao) den Weg zu potenzieller Kundschaft und verstecken sich unter zahlreichen legalen Offerten, was ein rechtliches Vorgehen sehr schwer macht.

Die genannte Plattform scheint nur in chinesischer Sprache vorzuliegen, so dass für euopäische Kunden eine hohe Sprachbarriere existiert und ein Partizipation an den oft sehr günstigen Preise kaum möglich ist.

Im Vergleich zu anderen Fällen (Z.B. Transrapid) scheint der Schaden in diesen Fällen überschaubar zu sein. Dennoch bleibt die Frage, inwieweit das Risiko von unerwünschtem Technologietransfer sowie wirkungsvolle Gegenmaßnahmen in die Entscheidung in China produzieren zu lassen einfließen. Es bleibt zu hoffen, dass die reine Stückkostenbetrachtung einer holistischen und strategischen Betrachtung weicht.

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