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Der Papst und seine Schäfchen

18. Februar 2013 - Gesellschaft

Der zum 28.02.2013 wirksam werdende Rücktritt von Papst Benedikt XVI. ging und geht durch die Breitenmedien. Immerhin ist Benedikt XVI. in der Geschichte des Papsttums erst der zweite Herr des heiligen Stuhls, der die Option des Amtsverzichtes wahrnimmt und sich dadurch in der Geschichte verewigen wird.

Der Entscheidung Benedikts XVI. ist Respekt zu zollen. Nur wenige Inhaber vergleichbarer Positionen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft - und dies beinhaltet durchaus auch den historischen Rückblick - verzichten freiwillig auf ihre Machtfülle.

Dennoch hinterlässt er seinem Nachfolger keine leichte Aufgabe. Zahlreiche Skandale erschüttern v.a. in Europa und den USA das Ansehen der katholischen Kirche und auch der Umgang mit den selbigen wirkt oft unsouverän. Laienverbände stehen im Gegensatz zu konservativen Kreisen, fundamentalistisch geprägte Einzelpersonen stehen immer wieder im Medienlicht und bei der Auseinandersetzung mit aktuellen wissenschaftlichen und Gesellschaftlichen Trends hinkt die Kirche noch unfassbar weit hinterher, was gerade auch in Deutschland zu einen erheblichen Mitgliederschwund führt.

Es bedarf eines starken Papstes, um die Gräben zu glätten, notwendige Modernisierungen auch gegen Widerstände durchzusetzen und der Kirche einen zeitgemäßen Stand in der Gesellschaft zu verschaffen.

Spannend ist die Frage, von welchem Kontinent der nächste Papst kommen wird. Nachdem gut 75% der knapp 1,2 Milliarden Katholiken außerhalb Europas leben, würde durchaus einiges für einen Papst aus z.B. Afrika oder Südamerika sprechen. Aber die Wahrscheinlichkeit hierfür ist gering.

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