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Arbeitslosenzahlen in der EU

03. März 2013 - Zahlen

Das statistische Amt der Europäischen Union Eurostat veröffentlichte vor Kurzem Zahlen zur Arbeitslosigkeit in der EU. Im Euroraum stieg die Arbeitslosenquote im Zeitraum Januar 2012 bis Januar 2013 von 10,8%  auf 11,9% und erreicht damit einen neuen Höchstwert.

Innerhalb der Eurostaaten schwankt der prozentuale Anteil der Arbeitslosen enorm. Während Länder wie Österreich (4,9%), Deutschland (5,3%), Luxemburg (5,3%) oder die Niederlande (6,0%) vergleichsweise moderate Zahlen aufweisen, sieht es vor allem in Griechenland (27%), Spanien (26,2%) und Portugal (17,6%) düster aus.

Bei den Zahlen ist zu beachten, dass eine andere Bewertungsbasis zu Grunde liegen kann als in den einzelnen Ländern. Ferner bleibt die Frage offen, inwieweit staatliches eingreifen - z.B. die Auslagerung von Arbeitslosen in Fortbildungsmaßnahmen - berücksichtigt wird.

Ein besonderer Blick gilt den Zahlen der Jugendarbeitslosigkeit (Jugend definiert als unter 25 Jahre). Diese liegt im Euroraum bei 24,2% (Jan. 2013). Einzelne Länder weichen von diesem Durchschnitt deutlich nach oben ab, z.B. Spanien mit 55,4% (Jan 2013) oder Griechenland mit 59,4% (Jan 2012). Diese Zahlen bergen besonderes Problempotenzial und könnten langfristige Nachteile für die europäische Volkswirtschaft nach sich ziehen.

Ein neues EU-Programm soll Jugendlichen eine Garantie auf einen Arbeitsplatz, ein Praktikum, eine Weiterbildung oder einen Ausbildungsplatz innerhalb von 4 Monaten nach der Beendigung der Schulzeit oder dem Eintritt in die Arbeitslosigkeit geben. Es bleibt spannend wie dieses durchaus lobenswerte Ziel bei den schlechten Zahlen - wir reden hier von 3,642 Millionen arbeitslosen Jugendlichen! - erreicht werden soll.

Quellen:

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