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Europa im Vergleich

13. April 2013 - Wirtschaft, Zahlen

Die europäische Union und insbesondere der Euro befinden sich in einer schweren Identitätskrise. Zu Recht bemängeln Kritiker Punkte wie mangelnde demokratische Legitimation, unvorteilhafte Umverteilungsprozesse innerhalb der Gemeinschaft, Korruption, teils unverständliche bürokratische Akte und insgesamt eine kaum erträgliche Schwerfälligkeit beim Fassen von Beschlüssen zur Überwindung der Krise.

Schnell wird der Schluss gezogen, dass es den Nationalstaaten - insbesondere Deutschland - in der prä-Eu-Zeit besser ergangen sei. Dabei wird vergessen, dass sich vieles geändert hat und Deutschland in einer hochgradig globalisierten Welt nach und nach an Bedeutung verliert. Vor allem die BRICS-Staaten (grün) verzeichnen ein massives Wachstum, so dass es eine Frage der Zeit ist, bis sie weitere Positionen an der Spitze der Welt einnehmen und deutlicher für ihre Interessen eintreten werden.

Ein solide organisiertes Europa wäre von den Wirtschaftszahlen betrachtet ein starker Verbund innerhalb der Weltgemeinschaft und wäre theoretisch in der Lage seine Interessen auch im Gegensatz zu anderen Wirtschaftsmächten durchzusetzen. Dass v.a. die größte Volkswirtschaft der Welt - die USA - mit Argwohn auf die europäischen Integration blickt und den wachsenden Dissens bestimmt nicht bedauern wird, ist nicht verwunderlich.

Sicherlich kann die Betrachtung des Bruttoinlandprodukts (BIP) kein vollständiges Bild liefern. Als Orientierung und Trendgeber kann es aber gute Dienste leisten. Nachfolgende Grafiken sind selbsterklärend und machen deutlich, dass Europa das Potenzial hat, selbst die USA wirtschaftlich in den Schatten zu stellen. Aber bis dahin ist noch ein langer Weg...

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