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Genetische Vielfalt entscheidend für Ernährung

15. April 2013 - Wissenschaft

Die United Nations agricultural agency mahnt den Erhalt der genetischen Vielfalt von Nahrungsmittelpflanzen an. Klimawandel und Bevölkerungswachstum stellen eine doppelte Herausforderungen an die Lebensmittelproduktion dar, da zum einen Ernterückgänge aufgefangen und
zum anderen parallel dazu der Produktionsausstoß erhöht werden muss.

Nach Hochrechnungen müssten bis 2050 60% mehr Nahrungsmittel hergestellt werden. Auch wenn Vorhersagen über einen so langen Zeitraum nie genau sein können, sind die oben genannten Faktoren - Klimawandel und Bevölkerungswachstum - auch längerfristig als gegeben anzusehen.

Gerade mal 30 Pflanzen sorgen für einen Großteil (ca. 95%) menschlicher Ernährung (direkt oder indirekt), davon sind 60% Hirse, Reis sowie Weizen. In verschiedenen Regionen der Welt konnten sich unzählige Arten der genannten Pflanzen an spezifische klimatische und geologische Bedingungen anpassen und damit eine breite genetische Diversität entstehen lassen.

Es wird jedoch davon ausgegangen, dass im letzten Jahrhundert ca. 75% der genetischen Vielfalt weltweit eingebüßt worden ist. Ursache ist v.a. der Wechsel von traditionellen zu potenziell ertragreicheren und genetisch identischen Pflanzen in der Landwirtschaft. Kunstdünger, Bewässerungsmöglichkeiten sowie Versprechungen von Saatgutherstellern haben ihren Beitrag geleistet.

Die spezialisierten Ur-Arten tragen oft nützliche Resistenzen in sich oder gedeihen unter veränderten klimatischen Bedingungen deutlich besser als die Hochleistungsarten. Im Gegensatz zum nicht unumstrittenen Einsatz von Gentechnik, ließen sich mit bestehenden und bewährten Pflanzenarten viele Probleme ohne mögliche Risiken lösen.

Abschließend sei noch erwähnt, dass der Verlust vollwertiger Lebensmittel (z.B. durch Wegwerfen) sowie der Fleischkonsum (Verfütterung von Nahrungspflanzen zur Tierzucht) ebenfalls eine Rolle spielen und für die Zukunft einiges an Optimierungspotenzial bieten.

Quellen:

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