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Weltweite Militärausgaben sinken leicht

21. April 2013 - Zahlen

Nach Zahlen des Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) sanken die weltweiten Militärausgaben 2012 um 0,5% im Vergleich zum Vorjahr. Die Werte beziehen sich umfassend auf alle von Regierungen getätigten militärbezogenen Ausgaben, inklusive Gehälter und Sozialleistungen, Unterhalt und Beschaffung von Militärgütern, die Forschung und Entwicklung im militärischen Bereich sowie die Verwaltungskosten. In anderen Publikationen werden oft die reinen Rüstungsausgaben betrachtet, die jedoch nur einen kleinen Teil militärisch bedingter Ausgaben ausmachen. Die von SIPRI ermittelten Daten gelten als weltweit umfangreichste und zuverlässigste Datenbasis. Die im Folgenden genannten Zahlen sowie Relationen beziehen sich immer auf bereinigte Werte mit Basis 2011.

Der seit 1998 erste Rückgang der Militärausgaben ist vor allen auf Einsparungen der USA, der westeuropäischen Länder sowie Australien, Kanada und Japan zurückzuführen, wird aber fast vollständig durch eine Erhöhung der Ausgaben in praktisch allen anderen Regionen der Welt kompensiert. Die nach den USA mit den Militärausgaben an Platz zwei und drei liegenden Länder China und Russland steigerten Ihre Ausgaben um 7,8% bzw. 12,3%.

Die weltweiten Gesamtausgaben liegen immer noch höher als die Spitzenwerte zum Ende des kalten Krieges.

Auch wenn allein die NATO-Mitglieder ca. eine Billion-Dollar (1000 Milliarden) Militärausgaben auf sich vereinen, ist die generelle Tendenz sinkender Ausgaben in westlichen Ländern bei gleichzeitiger Erhöhung in Entwicklungs- und Schwellenländern zu erkennen.

Im ostasiatischen Raum stiegen die Militärausgaben vor allen in Staaten mit Konfliktpotenzial zu China, beispielsweise Vietnam oder Indonesien, wobei die Gesamtsteigerung in dieser Region mit  3,3% vergleichsweise gering ausgefallen ist. In Nordafrika sind ebenfalls deutliche Zuwächse zu erkennen (ca. 7,8%). In den Dauerkonfliktzonen des Nahen Ostens stiegen die Militärausgaben von 2011 auf  2012 um stolze 8,4%. In Südamerika gingen die Zahlen ebenfalls nach oben (4,2%), was vor allem auf deutliche Steigerungen in Venezuela (+42%) und Paraguay (+43%) zurückzuführen ist. Osteuropa bildet mit 15,3% die Spitze der Regionen mit steigenden Militärausgaben, wobei vor allen die Ukraine mit 24% zu nennen ist.

Insgesamt wird - vor allem auf Grund der Finanzkrise sowie dem Ende des NATO-Einsatzes in Afghanistan - für die nächsten drei Jahre weltweit mit einem weiteren leichten Rückgang  gerechnet. Einzelne Regionen bzw. Ländern werden aber weiterhin mit massiven Erhöhungen der  Ausgaben dem Trend entgegenstehen.

Quellen:

http://www.sipri.org/media/pressreleases/2013/milex_launch

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