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Vertreibungen in Myanmar

23. April 2013 - Gesellschaft

Im Bundesstaat Rakhaing (ehemals Arakan) des durch die Bekanntheit der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi auch in westlichen Medien immer wieder auftauchenden ostasiatischen Landes Myanmar (Burma) kommt es seit Monaten zu schweren Menschenrechtsverletzungen gegenüber der muslimischen Minderheit des Rohingya-Volkes.

Der Buddhismus ist in Myanmar mit 89% die dominierende Religion, Christentum und Islam sind mit je 4% vertreten, anderen Religionsgruppen machen insgesamt 3% der Bevölkerung aus. Vor allen die Zahlen zu den Minderheiten sind nicht unumstritten und unter Umständen höher als offiziell ausgewiesen. Seit langem beklagen sich verschiedene Minoritäten über Verfolgungen, immer wieder kam es bereits bei kleinen Zwischenfällen zu schweren interreligiösen Ausschreitungen.

Die Volksgruppe der Rohingya wird auch unter der seit 2010 demokratisch gewählten Regierung die Staatsbürgerschaft verweigert. Ein Bericht von Human Right Watch (siehe Quellen) spricht von 125.000 durch die buddhistisch geprägte arakanesische Bevölkerung Vertriebenen. Die Regierungsbehörden halten sich mit einer Eindämmung der Gewalt nahezu vollkommen zurück, zum Teil wird sogar von aktiver Unterstützung gesprochen.    

In den hiesigen Medien liest man eher selten von den Verbrechen. Vermutlich auch, da die vorliegende Konstellation - generell als friedlich wahrgenommene Buddhisten (vgl. Tibet) als Täter, Muslime als Opfer - nicht ins gewohnte Schema passt.

Quellen:

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