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Auswirkung von Mindestlöhnen

26. April 2013 - Wirtschaft, Zahlen

Aktuell wird die Einführung eines branchenübergreifenden Mindestlohnes in Politik und Medien heftig diskutiert. Je nach Interessenlage werden positive wie negative Effekte angenommen und entsprechend dramatisiert.

Die medial mehrheitlich vertretene Meinung geht davon aus, dass Mindestlöhne sowohl Arbeitsplätze vernichten, als auch das Wirtschaftswachstum bremsen würden.

Im Folgenden zwei Grafiken, welche die genannten Aspekte dem (nicht) vorhandenen Mindestlohn gegenüberstellen, jeweils bezogen auf das Jahr 2012. Die Zahlen der von der Finanzkrise besonders schwer getroffenen Ländern (Griechenland, Spanien, Portugal) sollten entsprechend interpretiert werden. EU27 zeigt die EU-weiten Durchschnittswerte (Arbeitslosenquote / BIP).

Ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Mindestlohn und Arbeitslosenquote bzw. BIP ist meiner Meinung nach nicht zu erkennen, was auch nicht verwundert. Denn die Entwicklung beider Bereiche lässt sich nicht monokausal erklären, sondern hängt von zahlreichen anderen Faktoren ab, wie beispielsweise der Innovationskraft der Volkswirtschaft, dem Bildungsstand der Erwerbsbevölkerung, der Investitionsneigung, einer Möglichen Abhängigkeit von bestimmten Branchen oder Märkten und natürlich der Höhe eines möglichen Mindestlohnes. Wissenschaftliche Untersuchungen kommen zu ähnlichen Ergebnissen.

Quellen:

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