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Antidumpingzölle auf chinesische Solarpaneele

05. Juni 2013 - Wirtschaft

Gestern hat sich die europäische Union durchgerungen, auf die Einfuhr von in China produzierten Solarpaneelen Antidumpingzölle zu erheben. Der Aufschlag wird Stufenweise greifen und bis zum 06.08.2013 mit 11,8% sowie danach mit 47,6% zu Buche schlagen. Dieser Schritt soll dem Markt die Möglichkeit einer Anpassung an die neuen Regeln geben.

Die Entscheidung der EU fußt auf einer mehrmonatigen Untersuchung, deren Ergebnis die Erkenntnis war, dass chinesische Unternehmen Solarpaneele deutlich unter dem anzunehmenden Marktwert auf den europäischen Markt gebracht haben und damit viele Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten oder gar in den Konkurs getrieben haben. Für den aktuell ohnehin schwächelnden europäischen Arbeitsmarkt ein schwerer Schlag.

Während z.B. in Deutschland die Förderung der Solarenergie zurückgefahren und damit die Chance auf technologisch fortschrittliche Solarprodukte geschmälert wird, scheint China durch massive  Subventionen zu versuchen sich die Marktführerschaft und damit langfristige Chancen zu  erkaufen.

Um China dennoch entgegen zu kommen, bleiben die Zölle noch unterhalb der von der WTO vorgesehen Möglichkeiten und schöpfen nicht die vollständige Dumpingspanne ab. Die Reaktion aus Peking folgte prompt in der Ankündigung, die Einführung von Strafzöllen auf europäische Weine zu prüfen.

Auch wenn teilweise mahnende Stimmen zu hören sind und gar von einem drohenden Handelskonflikt die Rede ist, sollte sich Europa durchaus zur Wehr setzen, wenn sich China nicht an geltende Regeln hält. Die Angst vor wirtschaftlichen Nachteilen der einheimischen Industrie ist bei näherer Betrachtung kaum zu verstehen. Durch die Maßnahmen der EU werden zum einen tausende Arbeitsplätze gesichert, zum ist China stark von Exporten nach Europa angewiesen und wird sich hüten den Konflikt eskalieren zu lassen.

Das Wachstum in China sowie die Stagnation innerhalb Europas mögen Zeiten denkbar machen, in denen europäische Unternehmen mehr vom chinesischen Markt abhängig sind als umgekehrt. Doch bis dahin sollten die europäischen Länder zur Not auch mit harten Bandagen gegen unfaire Praktiken vorgehen und um den Erhalt der Technologieführerschaft kämpfen.

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