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UN-Mission auf den Golanhöhen in Gefahr?

08. Juni 2013 - Internationales

Seit Mai 1994 überwachen UN-Soldaten den Waffenstillstand zwischen Israel und Syrien und trennen die beiden Staaten faktisch durch die Präsenz in einem schmalen Gebiet - über 75km lang und zw. 0,12 und 10 km breit - zwischen den beiden Ländern.

Die bisher erfolgreich verlaufende UN-Mission ist zur Zeit durch die zunehmende Kämpfe in und um die Golanhöhen bedroht. Im März wurden bereits UN-Soldaten von syrischen Rebellen entführt, seitdem nimmt die Intensität der Kämpfe zwischen syrischen Regierungstruppen und Rebellen auch in diesem Gebiet stetig zu und gefährdet immer wieder das Leben der dort stationieren UN-Soldaten. Zu erwähnen ist noch, dass die UN-Mission in erster Linie auf Überwachung und Beobachtung eingestellt und nicht als Kampfeinsatz konzipiert ist.

Österreich, welches immerhin gut 1/3 der UN-Truppen (UNDOF) stellt, wird 2013 seine Soldaten abziehen und verweist auf die inzwischen eingeschränkte Bewegungsfreiheit sowie das Gefahrpotenzial für die Truppen.

Die Führung der UNDOF bemüht sich zur Zeit Ersatz für das österreichische Kontingent zu finden. Sollte sich die Situation allerdings weiter verschärfen oder gar UN-Soldaten ums Leben kommen, bleibt es zweifelhaft, ob die Mission in dieser Form weiter aufrechterhalten werden kann. Ein vollständiger Rückzug der UN-Truppen würde die Gesamtsituation weiter destabilisieren und könnte vor allem Israels Lage weiter verkomplizieren und es im Zweifelsfall mit in den Bürgerkrieg hineinziehen.

Quellen:

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