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Mehr Fleisch für China?

19. Juni 2013 - Umwelt

Dass China in den letzten Jahrzehnten einen beachtlichen gesellschaftlichen, sozialen und industriellen Wandel vollbracht hat ist bekannt. Die Auswirkungen der Veränderungen sind oft vielfältig und bringen bei der Bewältigung alter Probleme neue mit sich.

Ein gutes Beispiel ist die steigende Nachfrage nach Fleisch durch die wachsende Mittelschicht. Noch vor gut 30 Jahren waren Hunger und Unterernährung ein Thema in China, inzwischen greift - wie in vielen westlichen Ländern längst Realität - das Übergewicht um sich. Sollten sich die Chinesen die Ernährung eines durchschnittlichen Europäers als Vorbild nehmen, könnte das weltweite Auswirkungen auf die Lebensmittelmärkte haben.

Denn eine importunabhängige Ernährung zu sichern wird für China zunehmend zum Problem, wobei hierfür mehrere Faktoren verantwortlich sind. Die oben genannte Nachfrage nach einem umfangreicheren Nahrungsmittelangebot wird mehr und mehr Ackerland beanspruchen, vor allem für die Tierzucht. Die Abwanderung junger Menschen in die Städte hinterlässt eine zunehmend alternde und schrumpfende Landbevölkerung, welche immer komplexere landwirtschaftliche Betriebe verwalten muss. Und trotz seiner Größe sind die bewirtschaftbaren Landflächen in China begrenzt sowie durch Errosion, Versalzung, Versauerung oder starker Umweltverschmutzung bedroht. Die Folgen des Klimawandels werden ebenfalls deutlichen negativen Einfluss nehmen.

Es ist zu erwarten, dass China zukünftig stärker am Nahrungsmittelmarkt agieren wird - sowohl als Exporteur (z.B. für Reis, Fisch), aber auch in zunehmenden Maße als Importeur (Fleisch, grüne Lebensmittel).

Insgesamt wird es weltweit mittelfristig einen Zielkonflikt zwischen einer steigenden Nachfrage nach hochwertigen und gesunden Nahrungsmitteln, einer steigenden Weltbevölkerung sowie einer durch den Klimawandel verursachten Verknappung von Anbauflächen und Ertrag kommen.

Quellen:

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