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EU Strategie zum Klimawandel

24. Juni 2013 - Umwelt

Die europäische Kommission legte Mitte April ein Strategiepapier zur Anpassung an den Klimawandel vor, letzte Woche verabschiedete der Rat der europäischen Union seine Schlussfolgerungen aus dem Kommissionsvorschlag, welche diesen letztendlich bekräftigen sowie in einigen Detailpunkten ergänzen.

Die durchschnittliche Temperatur ist dem Bericht nach weltweit im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter um ca. 0,8°C, in Europa sogar um 1,3°C, gestiegen. Die Kommission geht davon aus, dass extreme Wetter sowohl an Häufigkeit, als auch an Intensität weiter zunehmen werden und je nach Region für Überschwemmungen, Hitzewellen, Dürren, Sturmfluten und Erosion sorgen werden. Das noch nicht überstandene Hochwasser in vielen teilen Deutschlands sowie anderen Nachbarländern mag auch unter die genannten Folgen fallen.

Die Konsequenzen des Klimawandels werden aber nicht ausschließlich negativ bewertet. In einigen Regionen werden reichere Ernten erwartet, in Nordeuropa kann von einem geringeren Bedarf an Heizmaterial ausgegangen werden. Insgesamt ist jedoch unklar, ob der Nettonutzen selbst in Regionen mit guten Prognosen positiv sein wird.

Ein Nichtreagieren auf die Veränderungen wird mit deutlichen Zahlen bewertet: 100 Milliarden im Jahr 2020 und stolze 250 Milliarden € im Jahr 2050. Und dabei handelt es sich lediglich um die Mindestkosten. Die Kommission geht sogar soweit, den Klimawandel als eine langfristige Bedrohung für den Zusammenhalt der Europäischen Union zu sehen.

Die strategischen Ziele zur Bewältigung der Veränderung sind breit aufgestellt. Von der Förderung regionaler, spezifischer Maßnahmen und grenzüberschreitender Kooperationen, über den Aufbau von Wissensdatenbanken und Entscheidungshilfen, bis hin zur Entwicklung resilienterer Infrastrukturen, werden zahlreiche vage bis konkrete Handlungsaufforderungen genannt.

2017 ist geplant die geschilderte Strategie zu evaluieren. Es bleibt zu hoffen, dass aus den durchaus ambitionierten Ideen konkrete, wirksame und sinnvolle Projekte erwachsen.

Quellen:

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