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TemplaVoila vor dem Aus?

09. Juli 2013 - IT

Der letzte Entwickler (Tolleiv Nietsch) der relativ weit verbreiteten TYPO3-Erweiterung TemplaVoila - ursprünglich von Kaspar Skarhoj entwickelt - kündigte Anfang Juni das Ende seines Engagements an, was durchaus für einigen Trubel in der Community sorgte und sowohl positive als auch negative Reaktionen hervorrief.

Aktuell bleibt offen, wie lange und ob TemplaVoila überhaupt noch eine Zukunft hat. Auf Grund der Verbreitung gehe ich davon aus, dass es uns noch eine Zeit lang erhalten bleiben wird.

Wie man zur dieser Erweiterung steht sei auch dahin gestellt. Die Sache zeigt aber, dass es durchaus angebracht ist, gut zu überlegen, auf welche Systeme - von der Frage des richtigen CMS bis zu den eingesetzten Plugins - man setzt und welche überhaupt notwendig sind.

Für die Zukunft von TYPO3 braucht man sich keine Sorgen zu machen. Doch der planlose Einsatz von TemplaVoila, YAML, Grid Elements oder gar von ominösen sog. Entwicklertemplates bei einfachen und selbst bei komplexer aufgebauten Webseiten ist zumindest diskussionswürdig.

Es mag Fälle geben, in denen die genannten Erweiterungen auf jeden Fall Sinn machen, keine Frage. Aber ich habe leider schon genug Installation gesehen, in denen alle Anforderungen problemlos mit Standardmitteln von TYPO3 hätten gelöst werden können. Seiten- und Inhaltslayouts sowie kreatives Templating lassen grüßen. Im Zweifelsfall noch die Erweiterung Multicolumn für die Kombination von ein- und mehrspaltigem Inhalten.

Der Vorteil von weniger Erweiterungen? Keine Probleme bei Core-Updates und Versionssprüngen, ggf. leichte Geschwindigkeitsverbesserungen, keine Abhängigkeit von einzelnen Erweiterungen, weniger potenzielle Sicherheitsprobleme (denn die sitzen in den meisten Fällen in den Erweiterungen).

Und je tiefer eine Erweiterung in das Grundsystem eingreift, desto unschöner ist es, diese wieder zurückzubauen. Eine Galerie-Extension ist z.B. normalerweise schnell getauscht, TemplaVoila aus einem umfangreiches TYPO3-Projekt zu entfernen und die Seite auf "Standard" umzustellen kann hier schon mehr Kopfzerbrechen bereiten. Es ist erfahrungsgemäß mit etwas Aufwand durchaus machbar, aber Spass ist etwas anderes.

Quellen:

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