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Eritreas schwerer Weg

28. Juli 2013 - Internationales

Am 24. Mai 1993 erhielt Eritrea nach Jahrzehnten der Fremdherrschaft (neben Äthiopien u.a. Italien und das osmanische Reich) die Unabhängigkeit von Äthiopien. Vorausgegangen war ein 30 jähriger Befreiungskampf von 1961 bis 1991 sowie der äthiopische Bürgerkrieg, welcher 1991 die Herrschaft der ab 1974 regierenden sozialistisch geprägten Militärdiktatur beendete, eine Koalition verschiedener Befreiungsbewegungen an die Macht brachte und für eine Demokratisierung des Landes sorgte. Die neue Regierung ermöglichte zum oben genannten Datum eine von der UN überwachte Volksabstimmung über die Abspaltung, so dass trotz des blutigen Kampfes am Ende eine friedliche Sezession stattfand.

Wirkliche Freiheit haben die Menschen in dem armen Land aber nicht gewonnen. Seit der Unabhängigkeit regiert Isayas Afewerki als Staats- und Regierungschef das Land. Eritrea nimmt in der Rangliste der Pressefreiheit 2013  von Reporter ohne Grenzen den letzten Platz ein. Die Menschenrechte werden vielfach missachtet, offen das Regime zu kritisieren kann tödlich enden.

Gegensätze zwischen der islamischen und christlichen Bevölkerung werden vom Regime unter Kontrolle gehalten. Die Aufrechterhaltung des Feindbildes Äthiopien hält die Gesellschaft ebenfalls zusammen und rechtfertigt die Herrschaft Afewerkis.

Die allgemeine Entwicklung des Landes hält sich sehr in Grenzen. Vor allem für junge Menschen sieht die Perspektive schlecht aus. Dieser Umstand ist - neben dem langen Freiheitskampf - einer der Gründe für einen inzwischen bei 20% liegenden Anteil ausgewanderter Eritreer.

Ob das multiethnisch und multireligiös geprägte Land mittelfristig auch ohne den autoritären Regierungsstil einen ausreichenden Zusammenhalt finden kann, wird sich noch zeigen.

Quellen:

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