Diese Webseite verwendet Cookies. Diese werden z.B. für statistische Zwecke verwendet. mehr Informationenschließen
Aufklappen
Zuklappen

Archiv

2014 (65)
2013 (151)

Neue Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern

31. Juli 2013 - Internationales

Am 29.07. wurden in Washington die Gespräche zwischen israelischen und palästinensischen Unterhändlern wieder aufgenommen und sollen unter Schirmherrschaft des sog. Middle East Quartets - bestehend aus UN, EU, Russland und den USA - zu Fortschritten in der verfahrenen Lage führen. Ziel ist es, innerhalb von neun Monaten eine für beide Seiten brauchbare Zwei-Staatenlösung zu erreichen.

Die beiden Gesandten Tzipi Livni und Saeb Erakat erwartet keine leichte Aufgabe. Dass es ein Einwirken und die Unterstützung unterschiedlicher Staaten und Organisationen - vom oben genannten Middle East Quartet bis zur Arabischen Liga - bedurfte, um die Konfliktparteien überhaupt wieder an eine Tisch zu kriegen, kann durchaus als Indiz einer schwierigen Grundsituation gewertet werden.

Ein Blick auf die Lage im Westjordanland macht sehr schnell deutlich, dass es keine einfach Lösung geben wird. Knapp 300.000 Israelis wohnen in gut abgeschotteten Siedlungen, welche zusammen mit deren teilweise geschlossenen Verbindungsstraßen das palästinensische Autonomiegebiet regelrecht zerstückeln. Neben der militärischen Bedeutung, wird es für eine israelische Regierung nicht möglich sein, die Siedlungen aufzulösen. Für die palästinensischen Vertreter wiederum ist die starke Zerstückelung sowie die zunehmende Landnahme durch die Israelis ebenfalls gegenüber der eigenen Bevölkerung nicht zu vertreten. Wie dieses Dilemma zu lösen ist, ist unklar.

Das Beispiel stellt natürlich nur die Spitze eines großen Berges von über die Jahrzehnte des Konfliktes aufgebauten Problemen und Streitpunkten dar. Existenzängste und Misstrauen sind auf beiden Seiten reichlich vorhanden und die nicht unbedingt gegebene Stabilität der jeweiligen Regierungen wird die Verhandlungen nicht einfacher machen.

Es wäre den Menschen in der Region zu wünschen, dass eine für beiden Seiten brauchbare Lösung gefunden wird. Ob diese Herkulesaufgabe jedoch zu meistern ist, bleibt offen.

Quellen:

Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.

0 Kommentare