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Weitere Repressionen in Bahrain

09. August 2013 - Internationales

Der kleine Inselstaat Bahrain - mit gerade mal 750qm2 Fläche und um die 1,2 Millionen Einwohner - im Persischen Golf steht vor weiteren Einschränkungen der Bürgerrechte durch das Parlament. Die massiven Proteste gegen die Regierung - vor allem im Jahr 2011 - mögen hier noch ihre Nachwirkungen entfalten. Im Kern geht es in den gesetzlichen Maßnahmen darum, die legale Möglichkeit von Demonstrationen sowie einer entsprechenden Meinungsäußerung einzudämmen.

In den westlichen Breitenmedien eher am Rande erwähnt, waren es am Ende saudi-arabische Panzer, die die Demonstrationen nur wenige Wochen nach deren Beginn beendeten und vermutlich die Herrschaft des Königshauses - Bahrain ist ein konstitutionelle Monarchie - retteten.

Der Iran protestierte heftig gegen die Einmischung des Regionalkonkurrenten Saudi-Arabien, während von europäischen und US-amerikanischen Regierungsvertretern lediglich leise Töne zu hören waren. Ein Blick auf die Bevölkerungszusammensetzung in Bahrain lässt sehr schnell die Gründe erahnen. Nicht ganz 2/3 sind schiitischer Glaubensrichtung, die restliche Bevölkerung ist weitestgehend sunnitisch geprägt. Vergleichbar mit dem Irak vor dem Sturz Saddam Husseins, ist die schiitische Bevölkerung von einer echten gesellschaftlichen Teilhabe weitestgehend ausgeschlossen, was auch als Auslöser der Proteste gesehen werden kann.

Vor allem für Saudi-Arabien mag jedoch die Vorstellung eines von Schiiten dominierten und in diesem Falle mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eng mit dessen Gegner Iran kooperierenden Bahrain allein schon wegen der geografischen Nähe schwer zu ertragen sein. Dass die Verhandlungen über deutsche Panzerlieferungen an Saudi-Arabien auch in diesen Zeitraum fielen, lässt klar die entsprechenden politischen Präferenzen sowie eine in westlichen Staaten vorherrschende Iranophobie erkennen, welche über die durchaus kritikwürdige Saudische Politik großzügig hinwegsehen lässt.

Quellen:

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