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Wahlen und Zahlen

07. September 2013 - Gesellschaft, Zahlen

Morgen in zwei Wochen - am 22.09.2013 - findet die 18. Bundestagswahl nach Gründung der BRD sowie die 7. nach der Wiedervereinigung statt. Wer in Bayern wohnt, hat zusätzlich das Vergnügen am 15.07. eine neue Landesregierung zu wählen sowie über mehrere Verfassungsänderungen abzustimmen. Ein Blick auf die Entwicklung der Wahlbeteiligung lässt befürchten, dass diese weiter sinken wird. Und dass, obwohl in den aktuell unsteten Zeiten das politische Minimalstatement der Wahl wichtiger ist denn je.

2009 gaben 70,8% der Wahlberechtigten Ihre Stimme ab, fast 7% weniger als bei der Wahl 2005. Nun hört sich die Zahl prinzipiell nicht dramatisch an, bei genauerem Hinsehen, mag man die Sache anders bewerten. Die aktuelle Regierung aus CDU, CSU und FDP hat es 2009 auf insgesamt 48,8% der gültigen Stimmen gebracht. Nötig waren dazu in absoluten Zahlen 13,8 Millionen Stimmen für die CDU, 4,0 Millionen Stimmen für die FDP sowie 3,1 Mio. Stimmen für die CSU, insgesamt also gerade mal 20,9 Mio. Stimmen. Das entspricht etwas über 1/3 der Wahlberechtigten bzw. ca. 1/4 der Gesamtbevölkerung.

Je geringer die Wahlbeteiligung,  desto weniger absolute Stimmen benötigten die Parteien um eine Regierung zu bilden und desto mehr Chancen erhalten in Zweifelsfall mobilisierungstarke Populisten.

Die nachfolgende Grafik zeigt die Verteilung der potenziellen Wähler auf Altersgruppen.

Für jede Stimmte erhalten die Parteien jedes Jahr - sofern Sie auf Bundesebene mindestens 0,5% der Stimmen erhalten - 85 Cent für die ersten 4 Millionen Stimmen sowie 70 Cent für darüber hinausgehende.

Während in anderen Ländern um das Recht auf freie Wahlen gekämpft wird oder die Abgabe der Stimmen nur unter Gefahr für Leib und Leben möglich ist, gestaltet sich der Urnengang hierzulande deutlich einfacher. Wer am Wahltag das Haus nicht verlassen will, im Urlaub ist oder aus anderen Gründen nicht wählen gehen kann oder will, kann immer noch auf die Briefwahl zurückgreifen. Ausreden gibt es also nicht.

Quellen:

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