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Kein Ende des Bürgerkriegs in Syrien in Sicht

05. Oktober 2013 - Internationales

Vor wenigen Tagen startete die Mission von UN und OPCW (Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons) zur Zerstörung der Chemiewaffen in Syrien. Solange die Spezialisten wie geplant und von Assad zugesichert ihrer Tätigkeit nachgehen können, sollte der fast schon sicher geglaubte Militärschlag der USA gegen Syrien abgewendet sein. Sowohl die Produktionsstätten chemischer Waffen, als auch die vorhandenen Arsenale sollen bis Mitte 2014 vernichtet sein. Ob sich aber durch die Wirren des Bürgerkrieges noch das vollständige Arsenal in den Händen den Regierungstruppen befindet, ist fraglich. Dennoch würde eine Abrüstung der Chemiewaffen in Syrien mehr Stabilität und Sicherheit für die Nachbarländer - vor allem für Israel, dessen Armee den syrischen Streitkräften deutlich überlegen ist - bedeuten.

Beunruhigend - auch für die Nachbarstaaten - mögen Zahlen zur Zusammensetzung der syrischen Opposition sein. Während der US-Außenminister John Kerry von einem Anteil radikal-islamischer Kräfte von ca. 15-25% sprach, gehen Experten von IHS Jane von einem Extremistenanteil von fast 50% aus. Auch der Zusammenschluss mehrerer Rebellengruppen gegen den syrischen Nationalrat sowie die freie syrischen Armee, zeigt, dass sich die Zersplitterung der syrischen Opposition weiter fortsetzt und vor allem anti-westliche Kräfte mehr und mehr Einfluss gewinnen. In Sachen Brutalität und Verletzung der Menschenrechte stehen viele Rebellengruppierungen Assads Truppen in keinster Weise nach bzw. lassen diese regelrecht zivilisiert erscheinen. Ethnische bzw. konfessionelle Säuberungen gehen in den meisten Fällen auf das Konto oppositioneller Truppen.

Saudi-Arabien scheint in diesem Bürgerkrieg auch seine ganz eigenen Ziele zu verfolgen und will offensichtlich den Einfluss des Erzrivalen Iran klein halten sowie das in seinen Augen häretische Regime Assads alawitischer Minderheit vernichten. Der erahnbare Versuch einer Normalisierung der Beziehungen zwischen den USA und dem Iran dürfte den saudischen Herrschern durchaus Anlass zur Sorge geben. Berichte über den Einsatz begnadigter Todeskandidaten aus Saudi-Arabien auf Seiten syrischen Rebellen machen deutlich, mit welchen Mitteln in diesem Konflikt gekämpft wird.

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