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Drohender Ratingabstieg der USA

16. Oktober 2013 - Wirtschaft

Im Zuge der noch nicht gelösten Haushaltskrise droht den USA von Seiten der Ratingagentur Fitch eine Abstufung der bisher praktisch sicher geglaubten AAA-Bewertung (höchste Stufe bei Fitch). Aktuell ist das Triple-A" unter Beobachtung. Möglicherweise will Fitch Regierung und Opposition zu einer schnelleren Beilegung des Streits um den Haushalt und damit zum Abwenden der heute Nacht eintretenden Zahlungsunfähigkeit bringen.

Insgesamt scheint aber das Vertrauen in die USA ungebrochen hoch zu sein. Man stelle sich vor, vergleichbares würde in einem der europäischen Krisenländern passieren. Die Ramschkarte würde schnell gezogen werden.

Dabei lag die Staatsverschuldung der USA in Relation zum BIP bereits 2011 mit fast 82% deutlich über dem OECD-Durchschnitt von knapp 64% und wird sich weiter erhöht haben.

Eine noch gute AA- Bewertung Japans von Fitch aus dem Jahre 2011 bei einem astronomischen Verschuldungsgrad von fast 190% des BIP mag verwundern, macht aber deutlich, dass zahlreiche weiche und im Zweifelsfall auch ein paar politische Faktoren bei der Erstellung der Ratings eine Rolle spielen.

Dennoch wäre es ein Fehler die Einstufungen der drei großen Player am Ratingmarkt - Moody´s, Standard & Poor's, Fitch - als modernen Voodoo für Betriebs- und Volkswirte abzutun. Denn vereinfacht gesprochen ist ein schlechtes Rating immer mit höheren Zinsen für Kredite verbunden. Und nachdem praktische keine Regierung der Welt ohne Staatsverschuldung haushalten kann, ergibt sich daraus ein mächtiges Instrument.

Quellen:

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