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Keine Entwarnung in Fukushima

27. Oktober 2013 - Umwelt, Wirtschaft

Am 25.10.2013 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,3 die Ostküste Japans und sorge für eine kurze Erinnerung an eines der schwersten Atomunglücke in der Geschichte. Im Vergleich zur Katastrophe vom 11.03.2011 - bei einem starken Erdbeben mit folgendem Tsunami wurden ein Atomkraftwerk in der Japanischen Region Fukushima schwerstens beschädigt - scheinen die  Auswirkungen diesmal gering zu sein.

Die inzwischen kaum mehr vorhandene Präsenz des Themas Fukushima in den Medien könnte zu dem Schluss verleiten, dass die durch das Unglück verursachten Probleme unter Kontrolle sein. Doch das Hochtechnologieland Japan - immerhin die drittgrößte Volkswirtschaft der Erde - kämpft auch gut zweieinhalb Jahre nach der Katastrophe u.a. immer noch mit dem Austretendem massiv radioaktiv verseuchten Kühlwassers. Bei einem Vorfall im August dieses Jahres sollen alleine 300 Tonnen belastetes Wasser ausgetreten sein. Dabei handelt es sich nicht um Einzelfälle. Die Betreiberfirma Tepco bittet mittlerweile um internationale Hilfe bei der Lösung der Schwierigkeiten.

Trotz mehrfacher Beteuerungen der japanischen Regierung, dass alles unter Kontrolle sei, stehen die verantwortlichen offensichtlich immer noch vor nicht gelösten Problemen. Es überrascht nicht, dass der wirtschaftliche Fortbestand Tepocs nur durch eine Quasi-Verstaatlichung sicher gestellt werden konnte. Es drängt sich dabei aber zumindest der Verdacht auf, dass die Entschädigungs- sowie Sanierungskosten in Milliardenhöhe direkt oder indirekt vom Steuerzahler erbracht werden sollen.

Müssten die Betreiber von Atomkraftwerken Versicherung über realistisch geschätzte Kosten eines GAUs abschließen, wäre Atomstrom vermutlich nicht mehr bezahlbar. So bleibt die Abdeckung des Risikos dem Steuerzahler überlassen. Sicherlich auch ein Punkt, der in der Frage der Kosten verschiedener Energieträger Diskussionsbedarf eröffnen sollte.

Quellen:

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