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Das Ende der Plastiktüte?

09. November 2013 - Umwelt

Der am 04.11.2013 von der EU-Kommission angenommene Vorschlag zur Reduktion von durch Kunststofftüten verursachten Mülls innerhalb der EU verpflichtet die Mitgliedstaaten geeignete Maßnahmen zu Erreichung des Ziels zu treffen. Das Ende der hierzulande noch verbreiteten, festen Plastiktüten droht dadurch allerdings nicht, da das Vorhaben auf die leichten Kunststofftragetaschen mit einer Wandstärke von unter 50 Mikrometer abzielt. Auf Grund der eingeschränkten Haltbarkeit werden diese nur selten wiederverwendet.

Im Durchschnitt verbraucht ein EU-Bürger stolze 198 der genannten dünnen Plastiktüten pro Jahr. Die Verbräuche variieren zwischen den einzelnen Ländern teils stark, in Dänemark und Finnland werden pro Kopf und Jahr gerade mal 4 dieser Plastiktüten verbraucht, in Polen oder Portugal 466.

Ein nicht unerheblicher Teil der leichten Plastiktüten wird dem Abfallkreislauf entzogen und landet auf unterschiedliche Art und Weise in der Natur, vor allem aber im Meer. Die Auswirkungen sind vielfältig. Verschmutze Strände oder verendete Meereslebewesen sind hierbei die augenscheinlichsten. Daneben findet ein Rohstoffabfluss - Plastik besteht aus nicht unerheblichen Teilen aus dem knapper und teurer werdenden Öl - statt, es entstehen Kosten bei der Entsorgung (v.a. Tourismusbereich, Reinigung von Stränden) und langfristige Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sind ebenfalls nicht ausgeschlossen. Plastiktüten - wie auch andere Plastikelemente - lösen sich durch Bewegung im Meer in Kombination mit UV-Strahlung zwar mittelfristig auf, die dabei entstehenden Kleinstpartikel können aber in die Nahrungskette und letztendlich auf unsere Teller gelangen. Eine erhöhte Krebsgefahr oder Veränderungen im Hormonhaushalt können die Folgen sein.

Die Europäische Kommission geht davon aus, dass sich der derzeitige Verbrauch an Plastiktüten durch die Übernahme von Maßnahmen der Niedrigverbrauchsländer durch die anderen Staaten um bis zu 80% reduzieren lässt.

Quellen:

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