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Smart-TVs und andere Datenkraken

21. November 2013 - Gesellschaft

Das Unternehmen LG bestätigte heute gegenüber heise.de, dass noch nicht näher genannte Smart-TVs Daten Ihrer Nutzer abgreifen und an den Hersteller senden. Wer jemals George Orwells Roman 1984 gelesen hat, mag sich an die dort beschriebenen nicht abschaltbaren und zur Totalüberwachung dienenden Fernsehgeräte erinnern.

Davon ist der geneigte TV-User glücklicherweise noch ein gutes Stück entfernt. Dennoch ist die Übertragung von Sehgewohnheiten oder Informationen über Inhalte angeschlossener USB-Geräte alles andere als ein Kavaliersdelikt. Brisant ist, dass die Daten auch ausgespäht und versendet werden, wenn der User dies in den Einstellungen explizit abstellt. Ein Firmwareupdate soll die Probleme beheben, wobei damit sicherlich nicht ein vollständiger Verzicht der Datenübertragung, sondern lediglich ein Respektieren der Usereinstellungen gemeint ist. LG ist hier übrigens kein Einzelfall, auch Geräte anderer Hersteller zeigen ähnliches Verhalten.

Vor ganz anderen Problemen stehen die großen Werbenetzwerke im Internet: Die User lassen sich immer schwieriger tracken, so dass gezielte und passende Werbeeinblendungen diffizil werden. Die Gründe liegen zum einen bei fortschreitender Browsertechnologie (z.B. die automatische Ablehnung von Cookies von Drittanbietern), zum anderen bei einer zumindest teilweise wachsenden Userkompetenz. Mit anderen Worten: ein reines (Flash-)Cookie-Tracking bringt immer weniger Ergebnisse. Es scheinen aber schon neuere Verfahren im Einsatz zu sein. So versucht beispielsweise das Unternehmen Zanox die User an Hand des Browser-Fingerprints zu erkennen. Auch Google scheint an neuen Methoden zu arbeiten.

Ob im dem Zuge der immer noch nicht abgeschlossenen NSA-Affäre Apples Fingerabdruck-Sensor im iPhone 5s beim aufgeklärten Verbraucher allzu ankommt, kann bezweifelt werden. Datenschützer warnen bereits davor.

Quellen:

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