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Hohe Strafen für Banken

06. Dezember 2013 - Wirtschaft

Die EU-Kommission hat gegen mehrere Großbanken empfindliche Strafen in Höhe von insgesamt 1,7 Milliarden Euro verhängt. Grund waren Manipulationen von unterschiedlichen Referenzzinssätzen, wie beispielsweise dem LIBOR (London Interbank Offered Rate) oder dem EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate).

Die auch als Benchmarks bezeichneten Referenzzinssätze bilden die Basis für zahlreiche Finanzgeschäfte, so dass sich eine Manipulation für die beteiligten Banken massiv auszahlen, bei Verbrauchern, Anlegern sowie der Realwirtschaft jedoch zu deutlichen Verlusten führen kann.

Die festgesetzten Strafen sind letzten Endes ein Resultat der Reaktion der EU auf bereits im Jahr 2012 bekannt gewordenen Manipulationen und den darauf folgenden Gesetzesinitiativen zur Unterbindung von Zinsmanipulationen sowie zum - davor nicht vorhandenen - Verbot der selbigen.

Betroffen von den Geldbußen sind vor allem große Investmentbanken, wie Barclays, die Royal Bank of Scotland, Citigroup, JPMorgan Chase, Societe Generale oder die Deutsche Bank. Die auf den ersten Blick hohen Strafzahlungen relativieren sich schnell, wenn man bedenkt, dass alleine die von der größten Einzelstrafe von 725 Millionen Euro betroffene Deutsche Bank für dieses Szenario stolze 4 Milliarden Euro zurückgelegt hat.

Quellen:

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