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Neue Fronten in Syrien

14. Dezember 2013 - Internationales

Der einsetzende Winter macht die Lage der syrischen Flüchtlinge noch prekärer als sie sowie schon ist. Schneefall, Kälte und Stürme setzten den Menschen stark zu, auch wenn die UN nach Kräften versucht Hilfe zu leisten. Derweil tobt in Syrien selbst der Bürgerkrieg weiter.

Die vom Westen unterstütze Freie syrische Armee (FSA) gerät militärisch immer mehr unter Druck. Allerdings spielen Assads Truppen weniger eine Rolle, als vielmehr islamistische Gruppen. Gerüchte sprechen davon, dass der Chef der FSA Idriss bereits nach Katar geflohen sei, andere wiederum von Verhandlungen zwischen der FSA und der Islamischen Front. Idriss soll sogar über eine Kooperation mit Assads Truppen im Kampf gegen die Islamisten gesprochen haben. Die USA haben inzwischen Ihre Waffenlieferungen an die FSA gestoppt, was diese noch weiter schwächen wird.

Die von saudischen Mitteln unterstütze Islamische Front erfreut sich dagegen über wachsenden Einfluss und soll mit geschätzten 45.000 Kämpfern die FSA in Mannstärke bereits überflügelt haben. Auch wenn die Islamische Front für einen Gottesstaat kämpft, gilt sie als moderater als andere Gruppierungen, wie die al-Nusra-Front oder vergleichbare Verbände.

Sollte die Entwicklung innerhalb der Assadgegner so weiter gehen, wird der Westen früher oder später zwischen einem brutalen Diktator und radikalen Islamisten entscheiden müssen. Russland wird sich in der Unterstützung Assads immer mehr bestätigt fühlen und könnte je nach der Entwicklung der Haltung des Westens weiteren diplomatischen Gewinn einfahren.

Ob die Teilnehmer der für Januar geplanten Friedenskonferenz für Syrien noch mit den real existierenden Machtverhältnissen zu tun haben, ist zumindest fraglich und stellt einen möglichen Verhandlungserfolg schon jetzt in Frage.

Quellen:

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