Diese Webseite verwendet Cookies. Diese werden z.B. für statistische Zwecke verwendet. mehr Informationenschließen
Aufklappen
Zuklappen

Archiv

2014 (65)
2013 (151)

Militär gegen Muslimbrüder

26. Dezember 2013 - Internationales

Seit dem Sturz der demokratisch gewählten Regierung unter dem Muslimbruder Mursi in Ägypten ist inzwischen fast ein halbes Jahr vergangen. Doch zur Ruhe kommt das Land am Nil nicht. Der Erst im November beendete und drei Monate andauernde Ausnahmezustand konnte die Proteste gegen den Quasi-Putsch zwar verringern, doch noch lange nicht beenden. Das Militär versucht weiterhin die Muslimbrüder mit zunehmender Repression zu begegnen. Das desillusionierte Wegsehen des Westens ermöglicht einen langsamen Prozess hin zu den alten Zeiten.

Nachdem das Verbot der Muslimbrüder im September wie absehbar nicht die gewünschte Wirkung gezeigt hat, werden jetzt härtere Bandagen angelegt. Die ersten Mitglieder der bedrängten Organisation wurden jetzt wegen der "Mitgliedschaft in einer Terrororganisation" eingesperrt. Begründet wird das Vorgehen mit einem schweren Anschlag auf eine Polizeizentrale in der Stadt Mansura. Verantwortlich für den Anschlag erklärte sich allerdings eine im Sinai operierende radikal-islamische Bewegung.

Wer auch immer wirklich hinter dem Anschlag stecken mag, den Muslimbrüder erwachsenen daraus weitere Probleme, während sich das Militär im Vorgehen bestätigt sieht. Auch radikalere Gruppierungen mögen sich über potenziellen Mitgliederzuwachs durch ein verschärftes Vorgehen gegen die - zumindest nach lokalen Befindlichkeiten - eher moderat wirkenden Muslimbrüder freuen.

Quellen:

Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.

0 Kommentare