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Radikale auf dem Vormarsch

05. Januar 2014 - Internationales

Ein am 02.01.2014 von der Al-Kaida-nahen Organisation Islamischer Staat im Irak und in Syrien verübter Bombenanschlag im Libanon könnte auf ein Übergreifen der Kämpfe in Syrien auf den kleinen Nachbarstaat hindeuten. Ziel des Anschlags war das Hauptquartier der Hisbollah in Beirut. Die schiitische Miliz kämpft auf Seiten Assads gegen die Aufständischen und ist damit nicht nur ein direkter Feind der Organisation Islamischer Staat im Irak und in Syrien. Hintergründig spiegelt sich auch der klassische Konflikt der schiitischen und sunnitischen Glaubensrichtung im Islam wieder.

Der multiethnisch und multireligiös geprägte Libanon hat in seiner neueren Geschichte bereits langjährige Bürgerkriege sowie mehrere Kriegshandlungen mit Israel erlebt und befindet sich aktuell in der Lage einer fragilen Stabilität. Anschläge wie der eingangs erwähnte, befeuern die Rückbesinnung auf alte Feindschaften und könnten dem geschundenen Land unruhige Zeiten bescheren.

In Syrien selbst scheinen sich mehrere gemäßigte Rebellengruppen schwere Kämpfe mit islamistischen Kräften zu liefern. Die von massiven Auflösungserscheinungen betroffene Freie syrische Armee macht durch die Übernahme der Führungsrolle bei diesen Kämpfen wieder von sich reden. Die Berichte wurden bisher nicht von unabhängiger Quelle bestätigt. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass sich die Lage der moderaten Assadgegner wesentlich gebessert haben wird.

Im Irak scheint sich die Entmachtung des Staates weiter fortzusetzen. Sunnitische Radikale haben die Städte Ramadi und Falludscha und Ihre Kontrolle gebracht. Die irakische Armee versucht die Städte wieder unter Ihre Kontrolle zu bringen, was bisher aber nicht von Erfolg gekrönt ist. Ob hier auch die Organisation Islamischer Staat im Irak und in Syrien ihre Finger im Spiel hat, ist nicht bekannt.

Quellen:

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