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Einladungen für die Syrien-Konferenz verschickt

07. Januar 2014 - Internationales

Gestern wurden von den vereinten Nationen die Einladungen zur Syrien-Friedenskonferenz verschickt. Insgesamt sind Vertreter von über 30 Staaten aufgerufen dem Treffen beizuwohnen und über das weitere Schicksaal Syriens zu entscheiden. Nach über 100.000 Kriegstoten und mehr als 8 Millionen Flüchtlingen (2 Millionen außerhalb Syriens), wäre eine konstruktive Lösung des Bürgerkriegs sicherlich - auch im Interesse der Nachbarstaaten - erstrebenswert.

Auf der in der Schweiz geplanten Konferenz werden u.a. Teilnehmer aus China, Frankreich, Russland, den USA, der Arabischen Liga sowie der EU erwartet. Die für den Ausgang wichtige Anwesenheit des auf Seiten Assads bzw. der ihn unterstützenden Hisbollah stehenden Irans ist noch fraglich.

Sehr spannend ist auch die Frage, welche Vertreter die syrische Opposition aufbieten wird. Ob die gesendeten Vertreter von allen Gruppierungen angenommen werden, ist äußerst fraglich. Zu zersplittert sind die unterschiedlichen Kräfte. Dennoch wird es essenziell für den Erfolg der Konferenz sein, ein möglichst breites Spektrum der oppositionellen Bewegung abzudecken und vor allem die Anerkennung der Vertreter vor Ort - also in Syrien selbst - zu erreichen.

Bei allen in die Friedenskonferenz gesteckten Hoffnungen bedarf es - auch nach den Erfahrungen des arabischen Frühlings in anderen Staaten der Region - eines kaum zu erreichenden Verhandlungsgeschicks, um aus der Gemengelage aus einer von Ausrottungsängsten geplagten alawitischen und noch herrschenden Minderheit, einer sunnitischen Bevölkerungsmehrheit samt einem Anteil radikaler Islamisten, marginalisierten Christen sowie von Separationshoffnungen beseelten Kurden einen dauerhaften und stabilen Frieden herzustellen. Und dabei sind die Interessen ausländischer Staaten (v.a. Israel, Iran, Türkei) und Organisationen (Hisbollah) noch gar nicht berücksichtigt.

Quellen:

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