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Keine Bienen, keine Nahrung?

14. Januar 2014 - Umwelt

Bienen sind in ihrer Funktion als Bestäuber essenziell für die Erzeugung vieler Lebensmittel (v.a. Obst). Zwar gibt es auch andere Insekten (z.B. Hummeln), die die Aufgabe vergleichbar erfüllen, jedoch nicht mit der Zuverlässigkeit und Effizienz der Biene. Der Bestand an Bienenvölkern wurde in den letzten Jahren deutlich angegriffen, teilweise gingen bis zu einem Drittel der Völker verloren, während sich Flächen mit zu bestäubenden Pflanzen stark erhöht haben.

Verantwortlich für den Schwund sind mehrere Faktoren, welche in ihrer Bedeutung in wissenschaftlichen Kreisen nicht unumstritten sind. Einmal wird die als äußerst aggressiv geltende Varroamilbe als Verursacher des Bienensterbens gesehen. Diese schwächen die Bienen und übertragen Krankheiten, so dass letztendlich die Existenz des ganzen Volkes gefährdet ist. Ein anderer Erklärungsansatz gibt dem Einsatz von Pestiziden - allen voran, aber nicht alleine, den inzwischen teilweise verbotenen Stoffen der Gruppe der Neonikotinoide - die Schuld, da diese den Insekten den Orientierungssinn (so dass sie nicht mehr zum Stock zurückfinden) rauben und allgemein Schwächen. Ein dritter Ansatz sieht das Problem bei großflächigen Monokulturen, insbesondere den für Biosprit angelegten Raps. Dieser muss bestäubt werden, liefert aber zu wenig Nektar. Ferner werden in Monokulturen wiederum vermehrt Pestizide eingesetzt.

Wie genau sich die verschiedenen Ursachen bedingen, muss noch wissenschaftlich ergründet werden. Der Umstand, dass von der Industrie geförderte Forschung der Varroamilben-These zugeneigt ist, während Umweltschutzverbände die Pestizid-These für plausibler halten, macht nur deutlich, wie notwendig neutral aufgestellte Wissenschaft ist. Es liegt jedoch nahe, dass eine Kombination der genannten Faktoren besonders fatale Auswirkungen auf die Bienen hat und ein Schutz diese Spezies immer wichtiger wird. Britische Wissenschaftler warnen in diesem Kontext sogar schon vor massiven Ernteausfällen.

Quellen:

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