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Mali weiterhin nicht stabilisiert

25. Januar 2014 - Internationales

Der Vormarsch vornehmlich islamistischer Rebellen in Mali zu Beginn des letzten Jahres rief eine äußerst schnelle militärische Reaktion französischer Militärs sowie afrikanischer Verbündeter unter UN-Mandat hervor. Innerhalb weniger Wochen schien der Spuk der islamistischen Machtübernahme gebannt und die Kontrolle über die wichtigsten Städte wieder hergestellt.

Doch bei näherer Betrachtung sieht bei weitem nicht so rosig aus. Immer wieder kommt es zu Anschlägen und Entführungen durch  terroristische Gruppierungen. Während Frankreich seine im Mali eingesetzten Truppen von
2500 auf 1600 reduzieren will, warnen die Vereinten Nationen von einer Erstarkung und Reorganisation der islamistischen Kräfte und drängen drauf, die in der UN Resolution 2100 vom 25.04.2013 ermächtigten Truppenkontingente endlich auf die volle Stärke zu bringen. Aktuell wird die mögliche Soldatenzahl gerade mal ungefähr hälftig ausgefüllt.

Wie bereits im oben verlinkten Artikel angedeutet, versucht Frankreich - welches von den westlichen Ländern die einzigen nennenswerten Kampfverbände stellt - sich aus dem drohenden asymmetrischen Krieg möglichst herauszuhalten und diesen Streitkräften aus anderen Ländern zu überlassen. Aus der Sicht Frankreichs eine durchaus nachvollziehbare Reaktion. Während der bisherige Kriegsverlauf medial als erfolgreiche Befreiung und Wiedererlangung malischer Staatsautorität vermittelt werden konnte, sieht es bei einem möglicherweise über Jahre andauernden Kleinkrieg gegen verstreute Gruppen radikalisierter Kämpfer deutlich anders aus.

Diese sind bestenfalls durch geduldige, mit eigenen Verlusten und wenig sichtbaren Erfolgen (keine  Eroberung von Städten o.ä.) verbundenen Aktionen niederzuringen. Die westlichen Gesellschaften haben mit dieser Form der Kriegsführung bzw. Stabilisierung auf Grund schnell nachlassender Unterstützung in der Bevölkerung ihre Probleme.

Sollten die UN-Truppen nicht in der Lage sein, die Stabilität Malis nachhaltig zu sichern, könnte sich das Land sehr schnell in der Situation von Anfang 2013 wiederfinden, mit allen Konsequenzen für die Gesamtregion.

Quellen:

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