Diese Webseite verwendet Cookies. Diese werden z.B. für statistische Zwecke verwendet. mehr Informationenschließen
Aufklappen
Zuklappen

Archiv

2014 (65)
2013 (151)

UN Bericht zur Menschenrechtslage in Nordkorea

17. Februar 2014 - Internationales

Ein von den Vereinten Nationen angeordneter Untersuchungsbericht zur Menschenrechtslage in Nordkorea bringt viele Abscheulichkeiten, wenig Neues und keine Perspektiven zu Tage. Die umfangreiche Studie basiert auf Aussagen erster Hand von Zeugen und Opfern des Regimes.

In Hinsicht auf die Schwere und das Ausmaß der begangenen Verbrechen ist Nordkorea dem Bericht nach mit keinem anderen Land der Welt vergleichbar. Die Liste der genannten Auswüchse ist lang und beinhaltet u.a. Folter, Mord, Versklavung, Vergewaltigung, erzwungene Abreibungen, Zwangsarbeit, Verfolgung jegliche Art (politisch, religiös, ethnisch etc.), sexuelle Ausbeutung sowie Zwangsumsiedlung. Insgesamt ergibt sich das Bild eines durch und durch totalitären Staates. Auch wenn der Bericht erahnen lässt, welche unschönen Schicksale den Bürgern Nordkoreas blühen können, wirklich überraschend sind sie dennoch nicht, schlicht und einfach, da sie den typischen Verhaltensmustern von Diktaturen klassischer Prägung entsprechen.

Hoffnung auf einen von außen erzwungenen Machtwechsel besteht trotz der über 400 Seiten umfassenden Dokumente nicht. Zu groß ist das Interesse der Nachbarländer an einem Status quo in Nordkorea. Und der derzeitige Herrscher Kim Jong-Un wird sich weder durch einen Prozess am Internationalen Strafgerichtshof, Aufforderungen der USA oder gemeinsamen Gesprächen - wie von China angeregt - zu einem nennenswerten Kurswechsel bewegen lassen. Das Regime folgt einer eigenen Logik und Dynamik.

So lobenswert die Dokumentation von Verbrechen dieser Art sein mögen, die Chance, mögliche Verantwortliche vor Gericht zu stellen oder einen spürbaren Wandel zu erzielen, sind in diesem Fall leider bei null.

Nordkorea selbst weißt die genannten Vorwürfe selbstverständlich als vom Ausland kolportierte Propaganda zurück.

Quellen:

Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.

0 Kommentare