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Weiterer Dauerkonflikt in Zentralafrika?

21. Februar 2014 - Internationales

Die seit langem andauernde Gewalt in der zentralafrikanischen Republik nimmt kein Ende, sondern zeigt vielmehr deutliche Züge ethnischer bzw. religiöser Säuberungen. Das Land hatte seit seiner Unabhängigkeit immer wieder mit politisch instabilen Phasen sowie Umstürzen zu kämpfen. Versuche ein demokratisches System zu installieren, waren lediglich auf dem Papier erfolgreich. So kamen die letzten beiden Präsidenten durch Putsche an die Macht.

Das nicht gerade ruhige Umfeld der zentralafrikanischen Republik trägt sicherlich ebenfalls zur Instabilisierung des Landes bei. Sowohl der Kongo als auch der Sudan sind oder waren von jahrelangen Bürgerkriegen
geprägt. Für ein ehedem unruhiges sowie multiethnisches und multireligiöses Land sicherlich keine gute Voraussetzung.

Schon ab 2006 hatten Regierungstruppen im mehrheitlich muslimischen Norden des Landes mit Rebellen zu kämpfen. Unter anderen aus diesem Rebellen gingen 2012 die als Seleka bezeichneten aktuellen Putschisten hervor, die im März 2013 durch die Eroberung der Hauptstadt Bangui temporär die Macht an sich rissen. Kämpfe zwischen Anhängern der alten und neuen Regierung führten letztendlich zum Zusammenbruch staatlicher Strukturen.

Übergriffen von Seleka-Kämpfern auf die Zivilbevölkerung wurden mit der Bildung der sogenannten Anti-Balaka-Milizen beantwortet, die - mit mehrheitlich christlichen bzw. animistischen Anhängern - inzwischen wiederum massiv gegen die muslimische Bevölkerung vorgehen und diese systematisch mit Gewalt vertreiben oder gleich ermorden.

Militäreinheiten aus Frankreich und der afrikanischen Union versuchen dem Chaos Einhalt zu gebieten. Vielmehr als den Schutz westlicher Bürger und Botschaften vermag die vergleichsweise kleine Truppe aber kaum zu bewirken. Immerhin ist das Land nicht ganz doppelt so groß wie Deutschland, verfügt aber über eine deutliche schlechtere Infrastruktur.

Ohne eine deutliche Reaktion von außen könnten dem Land die Zustände der oben genannten Nachbarländer Kongo und Sudan drohen.

Quellen:

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