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Der Anfang von Ende der Netzneutralität?

10. März 2014 - IT, Wirtschaft

Mitte letzten Jahres kam es durch die Ankündigung der Telekom, die Geschwindigkeit von Internetverbindungen ab einem definierten Verbrauch zu drosseln, zu einem heftigen medialen Gegenfeuer. Besonders kritisiert wurden die Pläne, eigene Inhalte bevorzugt auszuliefern.

Die USA sind dem hiesigen Markt wiedereinmal einen Schritt voraus: Der dort äußerst beliebte Streamingdienst Netflix hat vor Kurzem mit Comcast - dem größten Internetprovider der USA - einen Vertrag geschlossen, der Netflixkunden auch weiterhin eine optimale Übertragung sichert. Im Gegenzug wird einiges Geld von Netflix an Comcast fließen.

Es ist zu befürchten, dass weitere Internerprovider versuchen nachzuziehen und ihrerseits Streaminganbieter und vergleichbare Dienste zur Kasse bitten. Sie wollen - wirtschaftliche verständlich - auch von den ständig steigenden Datenmengen sowie den damit verbundenen Umsätzen profitieren.

Durch den Abschluss von Netflix und Comcast ist in den USA allerdings auch der erste Schritt der Beendigung der Netzneutralität - also einer gleichberechtigten Übertragung von Inhalten, unabhängig von der Quelle und dem Ziel - eingeläutet, was immer auch Problematiken im Kontext von Schnüffelei und Zensur mit sich bringt. Wer Datenpakete zahlender Kunden schneller befördern will, muss schließlich bestimmen können, woher diese kommen und muss dazu im Zweifelsfall die Inhalte kennen.

In Europa ist die Netzneutralität in den wenigsten Staaten gesetzlich geregelt. Sollte keine EU-weite Regelung gefunden werden, droht eine vergleichbare Entwicklung wie in den USA.

Quellen:

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