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Gedenktag für inhaftierte und vermisste UN-Mitarbeiter

25. März 2014 - Internationales

Heute jährt sich erneut das Schicksal von Alec Collet, einem UN Mitarbeiter, der für das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) tätig war und 1985 von Bewaffneten entführt wurde. Seine sterblichen Überreste konnten erst 2009 gefunden und an seine Familie übergeben werden. Seitdem gilt der 25.03 als Gedenktag für gefangene, vermisste oder getötete Mitarbeiter der UN.

Generalsekretär Ban Ki-moon weißt auf die zunehmende Gefährdung von und den rückläufigen Respekt vor UN-Kräften hin. Zum Stichtag 21.03.2014 befanden sich 56 UN Mitarbeiter in Haft, weitere 4 waren in den Händen nicht staatlicher Akteure. Bei den Betroffenen handelt es sich in der Regel nicht um UN Kampftruppen, sondern um Helfer im humanitären Bereich.

Aktuelle Problemgebiete sind u.a. Syrien und der Sudan. Die Tendenz zu mehr innerstaatlichen Konflikten und der Beteiligung fragmentierter und kaum zentral gesteuerter Kriegsparteien trägt maßgeblich zu dieser Entwicklung bei und führt auf Grund kaum greifbarer Verantwortlicher zu weitestgehender Straffreiheit bei Übergriffen gegen UN-Mitarbeiter.

In dieser Gesamtsituation ist ein hohes Maß an Idealismus gefragt, wenn es darum geht, Menschen in den gefährlichsten Gebieten der Erde zu helfen. Wenn Übergriffe zunehmen und sogar das Leben der Helfer gefährdet ist, wird früher oder später die Zahl an Freiwilligen sinken, was letzten Endes zu Lasten des bisher betreuten Hilfsbedürftigen geht.

Eine robuste Reaktion der Staatengemeinschaft auf Übergriffe wäre sicherlich wünschenswert, alleine schon um ein deutliches Zeichen an alle beteiligten Parteien zu senden. In der Praxis erweist sich die Idee natürlich als nicht umsetzbar und scheitert unter anderem an einer möglichen Beteiligung beim Entstehen der Konflikte, der Rückkehr alter Feindbilder sowie wirtschaftlichen und geostrategischen Überlegungen.

Quellen:

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