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5. Bericht des IPCC - Teil 2: Anpassungsoptionen an den Klimawandel

31. März 2014 - Umwelt

Heute wurde der zweite Teil des 5. Berichts des Weltklimarates (IPCC) veröffentlicht. Während sich Teil 1 der Berichts mit wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels auseinandersetzte, wird in diesem Teil des Gesamtopus der Fokus auf die Möglichkeiten und Grenzen von Anpassungsleistungen an den Klimawandel in verschiedenen Regionen der Welt dargelegt.

Es wird deutlich, dass die Folgen nicht nur von den jetzt schon mit teils schweren klimatischen Bedingungen kämpfenden Ländern Afrikas oder Asien zu tragen sind, sondern auch in nicht unerheblichem Umfang in den Industrienationen. Auch wenn der kausale Zusammenhang immer schwer herzustellen ist, die starken Überschwemmungen in Großbritannien oder die Kältewelle in den USA zu Beginn des Jahres lassen erahnen, welche Folgen ein fortschreitender Klimawandel auch hierzulande haben könnte. Bei entsprechend gut ausgebauter (Wirtschafts-)Infrastruktur sind schnell deutlich merkbare Schadenshöhen erreicht.

Generell können sich Volkswirtschaften zumindest bedingt an die zu erwartenden Folgen anpassen, sofern technologische und vor allem gesellschaftliche Voraussetzungen geschaffen werden, beispielsweise durch Renaturierungsmaßnahmen in von Überschwemmungen bedrohten Gebieten, Erhöhung von Deichen in Küstennähe oder den Erhalt sowie die Nutzung klimatisch toleranter Pflanzen.

Die Kosten für denkbare Anpassungen werden kontinuierlich steigen.  Schätzungen gehen weltweit von 70 bis 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr ab 2050 aus. Daneben darf nicht außer Acht gelassen werden, dass Anpassungen an den Klimawandel immer nur bis zu einem gewissen Grad möglich sind und irreversible Schäden im Zweifelsfall gar nicht kompensiert werden können.

Mitteleuropa könnte im Vergleich zu anderen Regionen in Bezug auf direkte Auswirkungen relativ glimpflich davon kommen. Bezieht man die indirekten Folgen - z.B. vermehrte Instabilität in stärker betroffenen Regionen mit allen Konsequenzen - mit ein, mag man der Zukunft schon weniger erfreut entgegen sehen.

Quellen:

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