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Weiter Spannungen zwischen dem Westen und Russland

02. April 2014 - Internationales

Die NATO zieht weitere Gräben zwischen ihr und Russland und setzt die zivile und militärische Zusammenarbeit mit dem - aus westlicher Sicht - Besatzer der Krim aus. Ähnliches fand zuletzt für knapp 3 Monate während bzw. nach Beendigung des russisch-georgischen Krieges 2008 statt. Danach normalisierte sich das Verhältnis wieder.

Das Verhalten Russlands ist ambivalent. Ein Einmarsch in die östlichen Gebiete der Ukraine wird zwar weiterhin ausgeschlossen, dennoch scheinen sich noch massive Truppenkontingente an der langen Grenze zu befinden. Der über stolze 40% gestiegene Preis für russisches Gas in der Ukraine zeigt, dass militärische Mittel nicht die einzigen Optionen darstellen, die Putin ausspielen kann.

Von den östlich gelegenen NATO-Mitgliedern wird bereits der Ruf nach der Stationierung von NATO-Truppen laut. Immerhin scheint die Aufnahme der Ukraine in die NATO vorerst vom Tisch, auch wenn vage Kooperationsangebote gemacht werden. Ob sich bei dieser Konstellation das Verhältnis zwischen Russland und der NATO sowie vor allem der EU - hier mit zu erwartenden wirtschaftlichen Nachteilen - in absehbarer Zeit wieder normalisiert, kann angezweifelt werden.

In der Ukraine selbst melden sich die Oligarchen wieder zurück. Petro Poroschenko - bekannt als Schokoladenbaron - strebt sogar das Präsidentenamt an. Das Vermögen erzielte Poroschenko - wie die meisten der Supereichen in dieser Region - kurz nach Zusammenbruch der Sowjetunion, was immer den Beigeschmack eines korruptionsbedingten Reichtums mit sich bringt.

Der IWF ist inzwischen ebenfalls in der Ukraine aktiv und unterstützt die marode Staatskasse mit Milliardenkrediten. Im Gegenzug werden massive Wirtschaftsreformen gefordert. Sollten diese zu ähnlichen Konsequenzen für die Bevölkerung führen wie in Griechenland, wäre es nicht  verwunderlich, wenn sich weitere Gebiete der Ukraine an Russland halten würden.

Quellen:

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