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Mit Social Media gegen den Kommunismus

20. April 2014 - Internationales

Kuba unter der Herrschaft der Castros ist den USA schon seit der erfolgreichen Machtübernahme der Revolutionäre im Jahr 1959 ein Dorn im Auge. Verschiedene Aktionen sollten das sozialistische Land wieder auf den aus Sicht der USA richtigen Kurs bringen. Zum antikubanischen Arsenal zählen unter anderem Handelsembargos, Mordanschläge oder die Finanzierung von militärischen Aktionen.

Anfang April diesen Jahres wurde bekannt, dass die USA zwischen 2010 und 2012 der Versuch unternommen haben, ein Twitter-ähnliches Portal namens ZunZuneo zu etablieren, um darüber zum für einen junge Kubaner außerhalb der staatlich kontrollierten Kommunikationswege Austauschmöglichkeiten zu schaffen und zum anderen auch propagandistisch tätig zu werden. Zuständig für dieses Unterfangen waren nicht - wie man es erwartet hätte - die Geheimdienste, sondern das US-Entwicklungsministerium USAID.

Durch den Einsatz von Tarnfirmen wurde der eigentliche Urheber von ZunZuneo verschleiert. Der Zustrom an Usern hielt sich aber entgegen der Erwartungen zurück, statt geplanten 200.000 Usern konnte der Dienst bis Anfang 2011 lediglich 40.000 User gewinnen. Gegen Mitte 2012 war ZunZuneo nur noch sporadisch erreichbar und verschwand einige Zeit später von der Bildfläche.

Von US-amerikanischen Regierungsvertretern sind widersprüchliche Aussagen zu hören. Das Weiße Haus geht davon aus, dass es sich bei ZunZuneo um kein Geheimprojekt gehandelt hatte, sondern vielmehr um ein normales Entwicklungsprojekt zur Förderung der Demokratie. Im Kongress fühlt man sich dagegen schlecht oder gar nicht informiert. Ferner sind warnende Stimmen zu hören, die die Glaubwürdigkeit von Entwicklungsprojekten durch solche Aktionen gefährdet sehen.

Quellen:

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