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Ukraine - Fracking - Genfood

23. April 2014 - Internationales, Umwelt

Die Spannungen zwischen dem Westen und Russland um die Entwicklung in der Ukraine sind trotz des Krisengipfels in Genf und dem dort erzielten Minimalkonsens noch lange nicht gebannt. Russland plant ein weiteres Manöver in der Grenzregion zur Ukraine, die USA wollen in Polen und dem Baltikum Truppenübungen abhalten. In russischen Medien wird berichtet, dass ein russisches Kampfflugzeug das als modern geltende Flugabwehrsystem Aegis eines US-Zerstörers temporär ausschalten konnte. In der Ukraine selber scheint die jetzige Regierung willens zu sein, auch militärisch gegen potenzielle Separationsbestrebungen im Osten der Landes vorzugehen.

Im Kontext dieser durchaus nicht beruhigenden Entwicklung, rückt das Thema Fracking auch hierzulande wieder aus dem Abseits. Schließlich verspricht diese Methode bisher unerschlossene Öl- bzw. Gasvorkommen ausbeuten und damit der - trotz gegenteiliger Beteuerungen von russischer Seite - latenten Bedrohung der Gasversorgung durch einen russischen Lieferstopp entgegenwirken zu können. Konzernen bietet sich aktuell die Chance, Hürden auf dem Weg zu einer Konzession vielleicht ein gutes Stück leichter zu nehmen und die öffentliche Meinung einfacher hin zu einer Akzeptanz dieser Fördertechnik zu beeinflussen. Dass die Risiken wissenschaftlich noch nicht hinreichend untersucht und aus den USA - wo Fracking massiv eingesetzt wird - immer wieder Berichte über Umweltschäden oder gar Erdbeben zu hören sind, könnte unter den Szenario einer potenziell drohenden Energiekrise in den Hintergrund rücken.

Auch das Aufgreifen eines völlig anderen Themas könnte die Ursache im Ukrainekonflikt haben: Der Umgang mit genveränderten Organismen. Aktuell positionieren sich russische Politiker inklusive Putin und Medwedew öffentlich sehr deutlich gegen die Nutzung genveränderter Pflanzen und wollen das bisherige Anbauverbot weiter aufrecht erhalten. Lediglich der Import von deutlich gekennzeichneten Nahrungsmitteln soll weiter erlaubt sein. Betrachtet man den Umstand, dass vor allem US-Unternehmen den Markt genveränderter Organismen bedienen, lässt sich leicht mutmaßen, dass die Äußerungen der russischen Regierung wenig mit Umwelt- bzw. Verbraucherschutz zu tun haben.

Quellen:

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