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Droht eine Post-Antibiotika-Ära?

04. Mai 2014 - Umwelt

Ein Studie der WHO (Weltgesundheitsorganisation) zu weltweiten Entwicklung von Resistenzen gegen antimikrobielle Wirkstoffe zeigt einen dringenden Handlungsbedarf auf. Warnungen, insbesondere vor Antibiotikaresistenzen gibt es schon länger. Das besondere an dieser
Studie ist jedoch, dass sie versucht ein globales Gesamtbild zu erstellen und entsprechend die Bedrohungslage abzuschätzen.

Insgesamt wurden die - bei Leibe nicht homogenen Daten - aus 114 Ländern zu 7 weit verbreiteten bakteriellen Erregern betrachtet. Die Anzahl resistenter oder gar multiresistenter Bakterienstämme nimmt weltweit zu. Dazu kommt, dass seit über 30 Jahren kein neues Antibiotikum - im Sinne neuer Wirkstoffe - mehr entwickelt werden konnte.  

Eine Post-Antibiotika-Ära noch in diesem Jahrhundert ist der WHO nach kein unrealistisches Szenario und hätte weitreichende Folgen, da dann bisher gut zu behandelnde Infektionen im Zweifelsfall zum Tod führen können. Prominente Beispiele von schon jetzt problematischen antimikrobiellen Resistenzen sind u.a. die Tuberkulose (Bakterium) , Malaria und Grippe (beides Virale Erkrankungen) oder Kandidose (Pilzinfektion).

Die WHO drängt darauf, die weltweite Kooperation bei der Erfassung von Resistenzen deutlich zu erhöhen und auf Basis der Daten die dringend notwendigen Gegenstrategien auszuarbeiten.

Der Einzelne kann versuchen die Infektionsrisiken durch Hygiene und Impfungen zu reduzieren, Antibiotika nur wenn wirklich benötigt und dann auch genau nach Vorgabe einsetzten.

Quellen:

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