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Ausschreitungen gegen Chinesen in Vietnam

16. Mai 2014 - Internationales

In Vietnam kommt es seit mehreren Tagen zu schweren Ausschreitungen gegen die chinesische Minderheit. Aktuell schwankt die Zahl der Toten zwischen einer und zwanzig Personen, dazu kommt noch eine deutlich höhere Zahl an Verletzen. Hunderte Chinesen flüchten sich bereits in die Nachbarländer.

Grund für die schweren Krawalle war die Verankerung einer chinesischen Ölbohrplattform in der Nähe der Paracel-Inseln, bei denen reiche Rohstoffvorkommen vermutet werden und die sowohl von China als auch Vietnam beansprucht werden.

Dass die Proteste im autoritär gelenkten Vietnam so stark hochkochen konnten, lässt erahnen, dass dies teilweise mit Zustimmung oder zumindest Duldung der Regierung erfolgt ist. Das Verhältnis zwischen China und Vietnam lässt sich trotz eines regen Wirtschaftsaustausches - v.a. in Form chinesischer Investitionen in Vietnam - als dauerhaft angespannt bezeichnen, was auch auf die jahrhundertelange konfliktäre Geschichte zurückzuführen ist.

Die philippinische Regierung schließt sich den Protesten Vietnams an und wirf China vor, auf den von den Brunei, China, Malaysia, den Philippinen und Vietnam ganz oder teilweise beanspruchten Spratly-Inseln eine Landebahn zu bauen, um daraus im Fall der Fälle entsprechende militärische Vorteile ziehen zu können.

Bezieht man noch die territorialen Spannungen zwischen China und Japan mit in die regionale Gesamtbetrachtung ein, kann man die Wahrscheinlichkeit für eine Verschärfung der Konflikte bis hin zu militärischen Auseinandersetzungen als hoch ansehen. Der steigende Bedarf an knapper werdenden Rohstoffen wird die Lage ebenfalls nicht entschärfen.

Quellen:

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