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(Dauer-)Krisenherde in Afrika

28. Mai 2014 - Internationales

Auf dem immer wieder von schweren Krisen und Bürgerkriegen gebeutelten afrikanischen Kontinent drohen weitere Staaten an nicht zu befriedenden Konflikten zu scheitern. Aktuell ist viel von Nigeria die Rede, was in erster Linie auf die Entführung von über 200 Schulmädchen durch die islamistische Gruppierung Boko Haram zurückzuführen ist. Dabei wird Nigeria schon seit Jahren von der mit übersetzt "Westliche Erziehung ist Sünde" benannten Terrororganisation heimgesucht, die im muslimisch geprägten Norden des Landes einen Gottesstaat errichten will und auf deren Konto mehrere tausend Tote Nigerianer gehen. Allerdings scheint die Häufigkeit von Anschlägen derzeit zuzunehmen. Ob das nicht als zimperlich bekannte nigerianische Militär einen wirksamen Schutz der Bevölkerung garantieren kann, bleibt offen, ebenso der Nutzen der angekündigten US-amerikanischen Unterstützung zur Befreiung der entführen Mädchen.

Wie viele der Krisenländer Afrikas ist Nigeria ein multiethnischer wie multireligiöser Staat. Selbst kleine Terrorgruppen können in einem solchen Land die fragile Stabilität oftmals nachhaltig schädigen. Dazu kommt ein bedeutender Rohstoffreichtum, welcher immer auch Begehrlichkeiten im In- und Ausland wecken kann. Ob Boko Haram von Finanziers aus dem Ausland unterstützt wird ist jedoch unklar. Noch ist Nigerias Staatswesen stabil. Es wird sich zeigen, ob es sich in die steigende Zahl von von Dauerkrisen geschüttelter Staaten einreiht, die jedoch nach einiger Zeit  vollkommen aus dem medialem Interesse verschwinden, obwohl die Problem anhalten oder sich gar verschlimmern.

Zu nennen wären aktuell bzw. immer noch der Kongo, Mali, der Süd-Sudan, Somalia, die zentralafrikanische Republik, sowie Libyen.

Problematisch ist, dass die sich teils über Jahre oder gar Jahrzehnte hinziehenden genannten Konflikte in den meisten Fällen auch benachbarte Staaten negativ beeinflussen, sei es durch zu versorgende Flüchtlingsströme, den Versuch eigene Interessen im Problemland zu wahren oder durch ein Übergreifen von Kämpfen und Anschlägen auf das eigene Land.

Afrika wird es durch die erwarteten Folgen des Klimawandels ehedem nicht leicht haben. Die steigende Zahl an nicht enden wollenden Konflikten lässt wenig Gutes für die Zukunft der betroffenen Staaten erwarten.

Quellen:

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