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Unterschätzte Risiken durch Luftverschmutzung

06. Juni 2014 - Umwelt

Nach Berechnungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht Luftverschmutzung in Verbindung mit 1 von 8 Toten weltweit. Die Studie macht deutlich, dass die durch Luftverschmutzung bedingten Risiken deutlich höher liegen als bisher angenommen. Luftverschmutzung stellt das gefährlichste einzelne umweltbedingte Gesundheitsrisiko dar und übertrifft - was die Zahl der Toten angeht - sogar mangelhafte sanitäre Anlagen oder das Fehlen von sauberen Trinkwassers. Die durch die außerhalb von Räumen aufgenommenen schädlichen Stoffe verursachten Todesfälle summieren sich auf über 3,5 Millionen Menschen pro Jahr - wobei hierbei die durch Innenraumluft betroffenen Menschen noch nicht berücksichtigt sind.

Die OECD hat den Versuch unternommen, die Folgekosten zu quantifizieren und kommt zum Schluss, dass diese zwischen 2005 und 2010 um ca. 10% gestiegen sind und in den OECD-Staaten gesamt 1,7 Billionen US-Dollar überschritten haben. In Deutschland lagen die Kosten 2010 bei ca. 150 Milliarden US-Dollar.

Als die Hauptverursacher für luftverschmutzungsbedingte Krankheiten bzw. Todesfälle gelten Feinstaub und Ozon. Der Straßentransport ist in den OECD-Staaten für knapp 50% der Luftverschmutzung verantwortlich, insbesondere der Kraftstoff Diesel verursacht hohe Menge an schädlichen Emissionen. Global betrachtet spielen aber auch die Energieerzeugung, der Umgang mit Müll sowie die Industrieproduktion eine große Rolle.

Dass die meisten durch Luftverschmutzung bedingten Toten in den Ballungszentren Süd-Ost-Asiens bzw. dem west-pazifischen Raum zu beklagen sind, macht deutlich, dass nicht nur die wirtschaftlich starken OECD-Länder von der Problematik betroffen sind.

Volkswirtschaftlich betrachtet sollten sich die Kosten von durchdachten Maßnahmen zur Reduzierung von bedenklichen Emissionen ohne weiteres amortisieren. Allerdings gehen volkswirtschaftliche Interessen selten konform mit denen einzelner Wirtschaftssektoren.

Quellen:

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