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Libyen auf dem Weg zum gescheiterten Staat?

29. Juli 2014 - Internationales

In Libyen scheint sich aktuell das Schicksaal des Iraks zu wiederholen. Nachdem der bisherige Diktator Gaddafi mit massiver Unterstützung westlicher Militärs von einer brüchigen Koalition oppositioneller Gruppierungen 2011 gestützt wurde, versucht eine gewählte Regierung die Staatsmacht wieder herzustellen und für Ruhe und Ordnung zu sorgen.

Allerdings mit reichlich wenig Erfolg. Immer wieder greifen Milizen, Warlords und Stämme zu den Waffen, um ihre Interessen durchzusetzen. Von der Existenz eines stabilen Rechtsstaates in Libyen nahezu unerreichbar entfernt.

Inzwischen scheint sich die Lage soweit zugespitzt zu haben, dass neben der Aufforderung an die eigenen Staatsbürger das Land zu verlassen auch begonnen wird eiligst das Botschaftspersonal - u.a. der USA, Großbritanniens und Deutschland - abzuziehen.

Die durch einen Raketentreffer auf ein Treibstoffdepot in Tripolis drohende
Brandkatastrophe ist letztendlich nur der gut sichtbare Gipfel eines sich über die vergangenen Jahre stetig verschärfenden innerlibyschen Konflikts, der am Ende das Potenzial hat, das ganze Land zerbrechen zu lassen. Es wird wieder einmal deutlich, dass die Ausschaltung eines verbrecherischen Diktators allein beileibe nicht von selbst zu einem gefestigten, demokratischen Staatswesen führt.

Quellen:

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