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Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan flammt auf

04. August 2014 - Internationales

Nach gut 20 Jahren gegenseitiger Belauerung seit dem Waffenstillstand von 1994 sind seit gestern Berichte über ernsthafte Scharmützel zwischen den ehemaligen Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan zu vernehmen. Der latent durchgehend vorhandene Dauerkonflikt hat sich in dem von  
Armenien kontrollierten Gebiet Bergkarabach entzündet, welches mehrheitlich von Armeniern bewohnt ist und dessen einseitige Unabhängigkeitserklärung von Aserbaidschan zu den bis heute  
nicht geklärten Zustand führte.

Global betrachtet mag der Konflikt an sich unbedeutend sein, betrachtet man die jeweiligen Schutzmächte und Verbündeten der beiden Kontrahenten, so ergibt es ein differenzierteres Bild.

Russland sieht sich als verlässlicher Verbündeter des christlich-orthodox geprägten Armenien, während sich das NATO-Land Türkei für das islamische Aserbaidschan einsetzt. Je nach Quelle und Präferenz wird die Verantwortung für das wiederaufleben des Konfliktes der einen oder anderen Seite zugeschrieben.

Inwiefern es Zufall ist, dass sich dieses Krisengebiet an Russlands Peripherie ausgerechnet in der stetig eskalierenden Situation in der Ukraine und dem einhergehenden zunehmenden Zerwürfnis zwischen dem Westen und Russland möglicherweise zu einem aktiven Krisenherd verwandelt, ist Spekulation.

Unabhängig von potenzieller Einflussnahme von außen, dürfte die Bewertung in den Planungsstäben von NATO und Russland höchst unterschiedlich ausfallen. Im Falle Russlands wird man befürchten in einen weiteren Konflikt hineingezogen zu werden - immer verbunden mit militärischen und wirtschaftlichen Kosten -, während in den NATO-Stäben wahrscheinlich genau darauf gehofft wird, da es dadurch möglicherweise leichter werden wird, die eigenen Interessen in der Ukraine gegen den Willen Russlands durchzusetzen.

Quellen:

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