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Luftangriffe in Libyen

29. August 2014 - Internationales

Libyen versinkt seit dem Sturz Gaddafis 2011 immer stärker im Chaos und verliert mehr und mehr die ehedem nur noch lose vorhandene staatliche Integrität. Das Erstarken islamistischer Gruppierungen hat in den letzten Tagen zweimal zur Intervention ausländischer Lufteinheiten geführt. Ziel waren Stellungen der Extremisten.

Im Verdacht stehen Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate. Ägypten führt selber einen brutalen Kampf gegen die Muslimbrüder und hat daher reichlich wenig Interesse an islamistischen Tendenzen im Nachbarland Libyen. Punktuelle Luftangriffe werden die verfahrene Lage in Libyen aber kaum ändern, immerhin kämpfen neben verschiedenen Milizen und Stammeseinheiten gleich zwei Parlamente um die Macht.

In dieser Situation wirkt der Vorwurf westlicher Staaten (u.a. USA, Großbritannien, Deutschland und Frankreich), die Luftangriffe würden die demokratische Entwicklung behindern, schon etwas befremdlich. Denn aktuell sieht es stark danach aus, dass Libyen ohne eine deutliche Einmischung von außen vollends zerbricht.

Die vor allem von der USA geäußerte - wenn auch nicht unbedingt glaubwürdige - Überraschung über die Luftangriffe gibt über deren nachrichtentechnischen Fähigkeiten in dieser geostrategisch bedeutenden Region, aber auch für Aussagen über die Entwicklung in der Ukraine, jedenfalls zu denken.

Quellen:

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