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Ukraine: Feuerpause und Manöver

08. September 2014 - Internationales

US-amerikanische Marineeinheiten haben zusammen mit ukrainischen Streitkräften ein Manöver im Schwarzen Meer begonnen, welches für drei Tage angesetzt ist. Neben den genannten Staaten beteiligen sich auch die NATO-Mitglieder Kanada, Rumänien und Spanien. Russland reagierte auf die Ankündigung des Manövers wie zu erwarten wenig erfreut.

Ob die seit Freitag vereinbarte Feuerpause zwischen Kiew-treuen und separatistischen Einheiten davon Schaden nehmen wird, werden die nächsten Tage zeigen. Generell war die Feuerpause bisher fragil, was aber wenig verwundert, da auf beiden Seiten milizartige und zentral schwer zu kontrollierende Truppen an der Front stehen. Derweil düpiert die ukrainische Regierung westliche Staaten durch die Mitteilung angeblich zugesagter Waffenlieferungen aus den USA, Norwegen und Polen, was Sprecher der Länder umgehend zurückwiesen. Es sei lediglich von einer Option die Rede gewesen. Es drängt sich der Verdacht auf, dass es die Regierung Poroschenko im Zweifelsfall mit der Wahrheit nicht so genau nimmt.

Während die OSZE davon spricht, keinerlei Beweise für eine direkte russische Einmischung in den ukrainischen Bürgerkrieg vorliegen zu haben, scheint der von den USA geführte Westen den stetig wiederholten Vorwürfen einer regelrechten russischen Invasion von Seiten Kiews Glauben zu schenken und ein weiteres Sanktionspaket gegen Russland vorzubereiten.  

Dass dabei zumindest europäische Wirtschaftsinteressen auf der Strecke bleiben mag weniger beunruhigen, als die Tatsache, dass das eingangs genannte Manöver ausgerechnet dann stattfinden muss, wenn endlich zumindest der Ansatz einer diplomatischen Verständigung zwischen den ukrainischen Bürgerkriegsparteien zu erkennen ist.

Quellen:

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