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Schotten stimmen knapp gegen die Unabhängigkeit

19. September 2014 - Internationales

Im gestrigen Referendum für oder wider der Unabhängigkeit Schottlands von Großbritannien mussten die Befürworter der Abspaltung eine knappe Niederlage einstecken und konnten bei einer Wahlbeteiligung von 84,6% nur knapp 45% der Stimmen auf sich vereinigen. Die kurz vor der Abstimmung und wohl auf Grund der immer mehr in Richtung einer Mehrheit für die Unabhängigkeit tendierenden Umfragen gemachten Versprechungen seitens der britischen Regierung für mehr Autonomierechte Schottlands, stellen - sofern Sie denn auch eingehalten werden - dennoch einen Erfolg für die schottischen Nationalisten dar.

Die britische Regierung wird nach dem für sie positiven Ausgang des Referendums sicherlich aufatmen können, wären doch bei einer schottischen Abspaltung einige massive Probleme auf den verbliebenen Rumpfstaat zugekommen, anfangen von den dann schottischen Ölfeldern bis zu den dort befindlichen Marinestützpunkten für Atom-Uboote. Die Einräumung von mehr Autonomie wird sich als Gratwanderung erweisen, da aus britischer Sicht zum einen die Schotten zufriedengestellt werden müssen, sich zum anderen beispielsweise die Waliser nicht zu sehr benachteiligt fühlen dürfen.

In einigen europäischen Ländern konnte man sich ebenfalls über den Ausgang der Abstimmung freuen. Ein erfolgreiches Referendum hätte die Unabhängigkeitsbestrebungen vieler Gebiete - u.a. Baskenland (Es), Katalonien (ES), Südtirol (I), Flandern/Wallonien (Be) - sicherlich befeuert.

In jedem Fall kann das Referendum als positives Beispiel eines gewaltlosen und konstruktiv ausgetragenen Diskurses über die Zukunft eines Landes betrachtet werden.  

Quellen:

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