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Ebola-Epidemie in Westafrika

13. Oktober 2014 - Internationales, Umwelt

Ebola wurde erstmals 1976 bei zwei zeitgleichen Ausbrüchen im Sudan und der Demokratischen Republik Kongo entdeckt. Der Name wurde damals auf Grund des Vorkommens des Virus in einem nahe des Flusses Ebola gelegenen Dorfes abgeleitet. Seitdem kam es immer wieder zu lokalen Ausbrüchen.

Die seit März 2014 in Westafrika wütende Epidemie ist die bisher schlimmste und überfordert die ehedem schwachen Gesundheitssysteme der bisher am heftigsten betroffenen Staaten Guinea, Sierra  Leone und Liberia deutlich.

Für die aktuelle Epidemie ist der Zaire-Ebolavirus verantwortlich, einer der 5 Gattungen des Ebola-Virus (ebenfalls verwandt mit dem Marburgvirus). Die Letalität ist mit 50%-90% sehr hoch. Zugelassene Impf- bzw. Wirkstoffe gibt es bisher nicht, auch wenn die Entwicklung verschiedener Mittel schon weit fortgeschritten ist. In einigen wenigen Fällen - initial nach der Infektion eines westlichen Helfers - sind diese auch schon zum Einsatz gekommen.

Das personell wie finanziell schlecht ausgestattete Gesundheitswesen in den oben genannten Ländern trägt sicherlich ebenso zu der Verbreitung des Virus bei, wie die oftmals vorherrschende Unwissenheit der dort lebenden Menschen im Umgang mit erkrankten Personen, teils mit drastischen Folgen, wie u.a. Angriffe auf Helfer.

Die UN fordert ein stärkeres Engagement der Weltgemeinschaft, um die Seuche erfolgreich einzudämmen. So zynisch es klingen mag, aber erste vereinzelte Ebola-Fälle in Spanien oder den USA - meist festgestellt bei medizinischem Personal, welches in den Krisengebieten tätig war - scheinen die Hilfsbereitschaft des Westens deutlich erhöht zu haben.

Bisher scheint die Gefahr außerhalb der drei stark betroffenen Staaten noch nicht sonderlich hoch zu sein. Allerdings könnte sich das auch schnell ändern, denn auch in hoch technologisierten Ländern gibt es immer nur eine begrenzte Anzahl von Isolierstationen o.ä. zur Behandlung von Betroffenen. Ab einer bestimmten Infektionsrate würde es also auch für einen gut gerüsteten Staat schwer werden, die Epidemie unter Kontrolle zu bringen.

Quellen:

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