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Libyen: Waffenstillstand nur von kurzer Dauer

30. November 2014 - Internationales

Libyen bleibt weiter in einer äußerst instabilen Lage. Der Konflikt verschärft zunehmend die humanitäre Lage in dem zerrütteten Land. Seit dem Aufstand gegen den damaligen Diktator Gaddafi 2011 nimmt die Gewalt zwischen schwachen staatlichen Akteuren und verschiedenen bewaffneten Gruppierungen zu.

Eine von der UN ausgehandelte und ab dem 19.11.2014 gültige Waffenruhe rund um die umkämpfte Stadt Benghazi hielt nur wenige Tage. Die Feuerpause war dringend notwendig geworden, um Zivilisten aus der Gefechtszone zu evakuieren, mit Lebensmitteln zu versorgen oder um Leichen zu bergen.

Inzwischen sind die Kämpfe mit noch größerer Härte wieder ausgebrochen. Betroffen sind vor allem die im Westen gelegenen Gebiete des Nafusa-Gebirge sowie Tripolis und im Osten Benghazi und das Umland der Stadt. Das UN Flüchtlingswerk geht inzwischen von über 390.000 geflohenen Menschen aus.

Erste libysche Milizen wurden vor wenigen Tagen bereits auf die Terrorliste der Vereinten Nationen gesetzt, was wohl auch deren Nähe zum Islamischen Staat geschuldet ist. Libyens Nachbarländer werden die Entwicklung sicherlich mit Sorge verfolgen und sich im Zweifelsfall erneut in die Kämpfe einmischen. Zieht man Parallelen zum Islamischen Staat in Syrien bzw. dem Irak, wird sich dadurch jedoch wenig zu Gunsten der moderaten Kräfte ändern.

Quellen:

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