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Ableger des Islamischen Staates in Libyen

21. Februar 2015 - Internationales

Die ohnehin äußerst fragile Lage in Libyen wird durch das Erstarken dem Islamischen Staat (IS) - je nach Quelle - nahestehender oder quasi angehöriger radikal-islamischer Gruppierungen weiter verschärft. Gestern erschütterten drei abgestimmte schwere Bombenanschläge mit mindestens 45 Toten und zahlreichen Verletzten die libysche Stadt El Gubba.

Die wenige Tage zuvor medial inszenierte Enthauptung von 21 koptischen Christen rief das ägyptische Militär erneut auf den Plan, Stellungen des IS Ablegers im Nachbarland zu Bombardieren. Neben einer auch nach innen gerichteten Demonstration der Stärke - welche gerade in Bezug auf den ebenfalls durch IS-nahe Gruppierungen erschütterten Sinai Bedeutung hat -, stellt auch die Angst vor einem weiter destabilisierten und am Ende von Islamisten beherrschten Libyens an der langen Grenze zu Ägypten einen Grund für die militärischen Aktivitäten dar.

Insgesamt scheinen die radikalen Kräfte in Libyen vom vorherrschenden Bürgerkrieg zu profitieren und an Macht zu gewinnen. Für den ägyptischen Staat und insbesondere für die koptischen Christen - je nach Quelle zwischen 5% und 12% der ägyptischen Bevölkerung - könnte daraus eine tödliche Bedrohung erwachsen.

Quellen:

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